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Dresdens Bauausschuss entschied zum Neumarkt: Stadt Rom wird verschoben

Dresdens Bauausschuss entschied zum Neumarkt: Stadt Rom wird verschoben

Kontroverse Debatte im Bauausschuss zur Entwicklung des Dresdner Neumarktes: Um in etwa gleiche Abstände zu den Nachbar-Gebäuden "Hotel de Saxe" und der Heinrich-Schütz-Residenz zu gewährleisten, will die Verwaltung das noch zu errichtende Hotel "Stadt Rom" leicht verschieben.

Von Ralf Redemund

Ein Durchbruch zur Wilsdruffer Straße wäre damit vom Tisch. Dem Vorschlag der Verwaltung folgte der Ausschuss mehrheitlich. Doch auf Antrag der Grünen und mit Stimmen der Linken wird der Rat abschließend befinden.

Die nächste Sitzung des Stadtrates ist am 27. September. Der Ausschuss hätte allein beschließen können. Doch weil das Thema "Stadt Rom" nicht nur zwischen, sondern auch in den Fraktionen kontrovers diskutiert werde, wollte Thomas Löser (Grüne), dass der Stadtrat entscheidet. Grüne und Linke erreichten das erforderliche Minderheitenvotum von drei Stimmen, um das Thema in den Rat zu heben.

Hans-Joachim Brauns (CDU) stellte sich gegen den Verwaltungsvorschlag, plädierte für den Entwurf des Dresdner Büros "DD1 Architekten", der eine konsequente Rekonstruktion des Hotels als so genannten Leitbau dargestellt, inklusive des Durchbruchs der Moritzstraße zur Wilsdruffer Straße und somit des Abrisses der Gagfah-Platte in Verlängerung der Moritzstraße. Als Kompromiss könnte sich Torsten Kulke von der "Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden" (GHND) auch "nur" den Durchbruch durch das Erdgeschoss vorstellen. Es sei wichtig, dass sich hier städtebaulich was tue, damit die sonst wirtschaftlich tote Ecke am Landhaus belebt und attraktiv werde, so Kulke am Rande das Ausschusses.

Als unrealistisch und unwirtschaftlich verurteilte Tilo Wirtz (Linke) den Braunschen Vorstoß. Das gewachsene Ensemble des Stalin-Barocks auf der "Wilsdruffer" würde dadurch zerstört, pflichtete ihm Fraktionskollegin Kristin Kaufmann bei. Margit Haase (Grüne) geißelte die überbreite Moritzstraße, die beim Brauns-Vorschlag entstünde und nicht angemessen sei.

Stadtplanungschef Stefan Szuggat hatte das Verschieben als "vermittelnden", "relativ pragmatischen Mittelweg mit Perspektive" bezeichnet, entstanden aus dem Werkstattverfahren "Schichten der Stadt", das keine eindeutige Wertung erbracht habe.

Mehr Infos unter www.neumarkt-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2012

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