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Dresden will am 13. Februar ein Signal gegen Rechtsextremismus und Gewalt setzen

Dresden will am 13. Februar ein Signal gegen Rechtsextremismus und Gewalt setzen

Im Gedenken an ihre Zerstörung im Februar 1945 will die Stadt Dresden am kommenden Montag und am 18. Februar erneut sichtbare Signale gegen Krieg, Rechtsextremismus und Gewalt setzen.

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Die weiße Rose gilt am 13. Februar in Dresden als Zeichen gegen den Rechtsextremismus.

Quelle: dpa

Bei der geplanten Menschenkette um die Innenstadt am 13. Februar sollen Tausende für ein paar Minuten innehalten, sagte der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung und Sprecher der städtischen Arbeitsgruppe „13. Februar", Frank Richter, am Mittwoch. „Wer sich anschickt, anderen die Hand zu reichen, hört auf, die Faust zu ballen." Eine Botschaft aus der Elbestadt an diesem Tag heiße in Erinnerung an den Herbst 1989 „Keine Gewalt!". Zudem soll es auf der Facebook-Seite der Stadt eine „virtuelle Menschenkette" geben.

Postkarten-Aktion der Landeskirche

Mit einer Postkarten-Aktion will die evangelische Landeskirche daran erinnern, dass der Zweite Weltkrieg von Deutschland ausging. Die Karten mit Ansichten der von Deutschen 1939 und 1940 zerstörten Städte Warschau und Rotterdam sollen von Teilnehmern der Menschenkette unterzeichnet und später gesammelt an die beiden Städte geschickt werden. Sie enthalten die Verpflichtung, alles dafür zu tun, „dass von Deutschland nie wieder Krieg ausgeht und die Schrecken des Nationalsozialismus sich nicht wiederholen".

Ab 18.30 Uhr sollen auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche zudem 10.000 Kerzen leuchten. In mehreren anderen Kirchen der Stadt sind für den Abend Gebete geplant. Bereits für 13 Uhr will das Bündnis Dresden-Nazifrei mit einem Mahngang an die NS-Vergangenheit in der Stadt erinnern.

Kundgebung am 18. Februar findet statt

Ungeachtet dessen, dass derzeit kein Neonazi-Aufmarsch für den 18. Februar angemeldet ist, will die AG an der Veranstaltung „Mut, Respekt und Toleranz" festhalten. „Die Situation kann sich noch ändern", sagte Richter. Ein breites gesellschaftliches Bündnis solle Farbe bekennen, sagte der amtierende Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Um die Vielfalt der Stadt sichtbar werden zu lassen, sollten Gartenzäune, Autoantennen oder Fenster mit farbigen Tüchern und Bändern versehen werden, sagte Richter. „Wir wollen, dass auch die Menschen selbst mit Fantasie Farbe zeigen."

Rechte Aufmärsche und Gegendemonstrationen haben das Gedenken in Dresden in der Vergangenheit immer wieder überschattet. Mit Blockaden verhinderten Tausende Demonstranten 2010 und 2011 Neonazi-Aufmärsche. Vor einem Jahr waren bei gewalttätigen Ausschreitungen von Linken und Rechten mehr als 100 Polizisten verletzt worden.

13. Februar: 2000 Nazis und 3000 Gegendemonstranten erwartet

Auch diesmal haben Rechtsextreme einen „Fackelmarsch" angemeldet - wieder gibt es Blockadeaufrufe. Wo genau der Zug der Rechtsextremen entlangführen soll, gibt die Stadt Dresden nicht bekannt. Der „Kerneinsatzbereich" liege auf dem 26er-Ring zwischen Schweriner und Wiener Straße. Nach derzeitigem Stand werden bis zu 2000 Rechtsextremisten und bis zu 3000 Gegendemonstranten erwartet, sagte ein Polizeisprecher. Im Unterschied zu vergangenen Jahren werden die Lager nicht weiträumig durch die Elbe getrennt. „Das wird sich alles auf engerem Raum abspielen."

Rund 4500 Beamte aus Sachsen und anderen Bundesländern sowie der Bundespolizei sind im Einsatz. „Auftrag bleibt, dass wir allen die Durchsetzung des Versammlungsrechts ermöglichen müssen", erklärte der Polizeisprecher.

dpa / sl

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