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Dresden will Zeichen für Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit setzen

Dresden will Zeichen für Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit setzen

Aufgrund der Pegida-Demonstrationen in Dresden rufen Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der Dresdner Frauenkirche auf.

Am Samstag um 15 Uhr wollen sie ein Zeichen „Für Dresden, für Sachsen - für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“ setzen, so die Mitteilung der Staatskanzlei am Mittwoch.

Die Landeshauptstadt Dresden und der Freistaat Sachsen seien seit Jahrhunderten weltoffen. „Die Erfolgsgeschichte des Kultur- und Wirtschaftslandes Sachsen ist nur möglich geworden, weil die Menschen von hier gemeinsam mit Menschen aus allen Teilen der Welt Hand in Hand daran gearbeitet haben. Für viele, die zu uns gekommen sind, ist Sachsen zur Heimat geworden. Sie teilen unsere Sprache und Werte“, heißt es in dem gemeinsamen Aufruf.

Landessportbund Sachsen ruft Sportvereine zu Beteiligung auf

Der Landessportbund Sachsen (LSB) unterstützte den Aufruf zur Kundgebung. LSB-Präsident Ulrich Franzen sagte am Mittwoch: „Der Sport lebt von Internationalität und befördert die Verständigung zwischen Nationen und Kulturen. Sport vereint Menschen in seiner Gemeinschaft über Grenzen hinweg, er verbindet und spaltet nicht. In diesem Sinne rufe ich die sächsischen Sportvereine dazu auf, sich der Kundgebung am Samstag in Dresden anzuschließen und ein deutliches Zeichen für Menschlichkeit und Toleranz, für Fairness und Respekt zu setzen.“

Die führenden Dresdner Vereine begrüßten die geplante Aktion.  "Aus Sicht des Sports ist es wichtig, den berechtigten Interessen der Bürger zuzuhören und ihre Sorgen ernst zu nehmen. Anliegen des Sportes ist es, zu verbinden, nicht zu spalten, und für einen offenen und fairen Dialog einzutreten. Deshalb begrüßen wir die Initiative des Ministerpräsidenten und der Oberbürgermeisterin „Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“, hieß es in einer gemeinsamen unterzeichneten Erklärung von  DSC 1898 Volleyball, SG Dynamo Dresden e.V., Dresdner Eislöwen, Dresden Monarchs e.V.  und Volleyball Club Dresden e.V.

Als Redner sind bislang die Oberbürgermeisterin, Sachsens Ministerpräsident, Viola Klein, Vorstand Saxonia Systems AG und Ralf Adam, Betriebsratsvorsitzender von GlobalFoundries Dresden eingeplant. Orosz hatte die geplante Veranstaltung bereits am Dienstag beim Neujahrsempfang der Drewag publik gemacht. Die offizielle gemeinsame Mitteilung sollte am Mittwoch erfolgen. Ministerpräsident Tillich hatte am Dienstag mitgeteilt, nicht bei der Pegida-Kundgebung sprechen zu wollen.

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Dialog-Veranstaltung am Straßburger Platz und Soli-Kundgebung vor der Centrum-Galerie

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Neujahrsputz-Demozug auf dem Weg zur Cockerwiese.

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Sächsische Linke: Symbolischer Akt ist nicht genug

Die Vorsitzende der Linken in Sachsen, Annekatrin Klepsch, sagte am Mittwoch angesichts des stetigen Zulaufs zu Pegida in Dresden:  "Die Demonstration am kommenden Samstag ist ein notwendiger symbolischer Akt, der bei hoffentlich genügend positiver Resonanz zeigen kann, dass die Landeshauptstadt Dresden eine weltoffene Stadt und ein internationaler Wissenschaftsstandort ist und bleiben soll. Jedoch ist inbesondere die sächsische CDU aufgefordert, die im Pegida-Zustrom gebündelten Ängste, Erfahrungen sozialer Deklassierung und das Unwohlsein an der Regierungspolitik sowie Unwissenheit zu Flüchtlingsfragen zu bearbeiten." Das Zurückdrängen von Pegida in Dresden mache sich nicht an einer anderen und schon gar keiner schärferen Asylpolitik fest, sondern daran, wie die sächsische Regierung mit sozioökonomischen Missständen umgehe.

Bündnis Nazifrei will gegen Legida in Leipzig mobilisieren

Das Bündnis Dresden nazifrei will nach eigenen Angaben spätestens am Donnerstag weitere Informationen zu eigenen Demonstratrionen bekannt geben. Ob das Bündnis über den eigenen Schatten springt und ebenfalls den Aufruf zur Kundgebung unterstützt ist fraglich. Laut Bündnis sind die Chancen hoch, dass man zur Teilnahme an den noLegida-Aktionen in Leipzig am folgenden Montag mobilisiert.

dbr

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