Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Google+
Dresden will Containerdorf für 200 Asylbewerber einrichten

Dresden will Containerdorf für 200 Asylbewerber einrichten

Bei der Unterbringung von Asylbewerbern prüft die Landeshauptstadt Dresden gegenwärtig Standorte für ein Containerdorf mit bis zu 200 Plätzen.

Voriger Artikel
Dresdens politische Sommerpause endet Montag: Hilbert wird am 3. September Oberbürgermeister
Nächster Artikel
Dresdens Verwaltungs- und Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) im DNN-Sommerinterview
Quelle: dpa

Das bestätigte am Montag Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) auf Anfrage der DNN. Die Stadt halte prinzipiell am Konzept der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern fest. Da aber noch bis zum Jahresende eine vierstellige Lücke an fehlenden Plätzen zu schließen sei, müsse auch ein Containerdorf geplant werden, so Seidel.

php48558332d7201507262047.jpg

Eindrücke von der Zeltstadt für Flüchtlinge an der Bremer Straße in Dresden.

Zur Bildergalerie

Die aktuelle Prognose der Landesdirektion Sachsen geht davon aus, dass Dresden in diesem Jahr 2680 Asylbewerber aufzunehmen hat. Neue Zahlen werden für Ende August erwartet. Dresden hat bereits 1500 Antragsteller aufgenommen. Im Juli kamen 4000 neue Asylbewerber nach Sachsen. Im August werden 5000 Personen erwartet. Wer die Zahlen hochrechnet, kommt auf 3500 bis 4000 Asylbewerber, die der Stadt in diesem Jahr zugewiesen werden.

Nach DNN-Informationen hat ein renommierter deutscher Baukonzern der Stadt die Errichtung eines Containerdorfes für Asylbewerber auf einer von der Stadt für ein anderes Bauvorhaben reservierten Fläche angeboten. Der Konzern geht davon aus, der Stadt binnen acht Monaten eine Containeranlage für die Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen. Die reine Bauzeit würde fünf Monate betragen, drei Monate seien für Planung und Verhandlungen erforderlich.

Die Stadt strebe es trotz dieser Planungen an, das Gros der Antragsteller in Wohnungen und kleinen Heimen mit maximal 60 Plätzen im gesamten Stadtgebiet unterzubringen. Größere Einrichtungen seien sehr schwer zu handhaben und würden großen sozialen Sprengstoff mit sich bringen, so der Sozialbürgermeister. Die Stadt suche nach weiteren Kapazitäten und verhandle mit dem Immobilienkonzern Gagfah sowie privaten Vermietern. Bis zum Jahresende stelle die Gagfah der Stadt insgesamt 340 Wohnungen zur Verfügung.

Laut Seidel melden sich auch vermehrt einzelne Personen, die Zimmer in ihren Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollen. Die Zahl gehe zwar noch nicht in die Hunderte, sei aber im Steigen begriffen. Es handele sich unter anderem um Wohngemeinschaften von Studenten oder um Menschen, denen die Wohnung zu groß geworden sei. Die Stadt prüfe auch weitere Objekte für die Einrichtung von Übergangswohnheimen und eine Aufstockung der Plätze in bestehenden Einrichtungen. Es würden auch Gespräche mit dem Tourismusverein und dem Hotelverband Dehoga über Hotelzimmer in einzelnen Hotels geführt.

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.