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Dresden sieht Fortschritte auf dem Weg zur weltoffenen Stadt

Dresden sieht Fortschritte auf dem Weg zur weltoffenen Stadt

Dresdens Ausländerbeauftragte Uta Kruse sieht Fortschritte, aber auch Handlungsbedarf beim Weg der Kommune zu einer weltoffenen Stadt. Integration bleibe eine Daueraufgabe, weil auch immer neue Zuwanderer in die Stadt kämen, sagte sie am Mittwoch bei einer Bilanz ihrer Arbeit.

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Dresden plant, ab 2013 Gutscheine für Deutschunterricht auszugeben.

Quelle: dpa

Manche Einwanderer hätten überhaupt keine Probleme bei der Eingewöhnung, andere empfänden das Leben hier als Bedrohung. Dresden befinde sich auf dem Weg, der sei aber keine Einbahnstraße, appellierte Kruse an Bürger und Zuwanderer gleichermaßen. Manchmal helfe schon das Gespräch: „Was einem fremd erscheint, kann durch Gespräche plötzlich ganz nah sein."

Dabei muss Fremdenfeindlichkeit keineswegs mit Gewalt einhergehen. Mitunter sind es gerade die alltäglichen Unfreundlichkeiten und Ressentiments, die Ausländer betroffen machen. Kruse nannte das „Verletzung der Seele durch Nichtachtung". Oft gebe es zu wenig Toleranz. Es sei eine Tatsache, dass Menschen zum Beispiel die Anmietung von Wohnraum aufgrund ihrer Herkunft verweigert werde.

Kruse sagte Zuwanderern auch im Fall einer Wohnungssuche Hilfe zu. Gespräche mit dem Wohnungsunternehmen Gagfah sollen dazu führen, dass vom Sozialamt zugewiesene Wohnungen sich auch wirklich in einem „menschenwürdigen Zustand" befinden. Offenkundig hatte das Amt in manchen Fällen keine Kenntnis über den Zustand unsanierter oder teilsanierter Wohnungen, in die Zuwanderer einziehen sollten.

Zudem erwägt die Stadt, ab 2013 Gutscheine für Deutschunterricht auszugeben. Sie sind für eine Gruppe gedacht, die bisher durch das Raster der Förderung fällt: Frauen und Männer im Alter ab 27 Jahren, die Asylbewerber sind oder den Status einer Duldung besitzen, aber keine Arbeit haben. Kruse schätzte ihre Zahl in Dresden auf etwa 300. Insgesamt leben derzeit 39 345 „Menschen mit Migrationshintergrund" - so der offizielle Terminus - in Dresden. Das sind rund 7,5 Prozent der Einwohner. Die meisten davon stammen aus Russland und Vietnam.

Im Juli plant die Stadt eine Konferenz „Muslimisches Leben in Dresden". Momentan existieren drei muslimische Gemeinden, die auch Gebetsräume haben. Auf dem Heidefriedhof wurde ein muslimisches Gräberfeld eingerichtet. Einen Bauantrag für eine Moschee gibt es nach Kruses Kenntnisstand derzeit noch nicht.

dpa

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