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Dresden braucht 900 zusätzliche Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern

Dresden braucht 900 zusätzliche Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern

Die Landeshauptstadt Dresden braucht noch in diesem Jahr bis zu 900 neue Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern. Das erklärte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) jetzt auf Anfrage der DNN.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Der im Dezember 2014 vom Stadtrat beschlossene Bau von zwölf Asylbewerberheimen mit 850 Plätzen und die Anmietung von 220 Wohnungen würden reichen, um 1742 Asylbewerber unterzubringen. Mit dieser Zahl an Neuankünften rechnete die Stadt bislang.

Mittlerweile sei aber eine aktuelle Hochrechnung des Freistaats eingetroffen, erklärte der Sozialbürgermeister. Diese sei anhand der Zugänge in den Monaten Januar und Februar erstellt worden und gehe davon aus, dass in diesem Jahr in Sachsen bis zu 20 000 Asylbewerber untergebracht werden müssen. Auf Dresden würden damit 2630 Neuzuweisungen entfallen, so Seidel, wenn die Flüchtlingszahlen weiterhin hoch bleiben. „Die Landesdirektion hat den Zuweisungskorridor auf minimal 1677 bis maximal 2630 festgesetzt.“

Die Verwaltung prüft laut dem Sozialbürgermeister fortlaufend Objekte für die Unterbringung von Asylbewerbern im Stadtgebiet. Auf der Homepage der Stadt ist eine anonymisierte Liste der in Prüfung befindlichen Objekte einzusehen. Daraus geht hervor, dass zwei von Privatpersonen angebotene Objekte im Ortsamtsbezirk Cotta gegenwärtig in der engeren Wahl sind. Ein Ersatzobjekt für das Hotel „Prinz Eugen“ in Laubegast habe die Stadt noch nicht gefunden. Dort sollten 94 Asylbewerber untergebracht werden. Nach diversen Drohungen zog der Hotelinhaber sein Angebot zurück, so dass die Plätze fehlen. „Die Prüfungen und Untersuchungen zu diversen Alternativstandorten dauern noch an“, erklärte Seidel.

Die Bürgerschaft werde weiterhin so früh wie möglich in die Standortentscheidungen einbezogen. Die Öffentlichkeit werde jeweils dann informiert, wenn klar sei, dass ein Objekt für die Nutzung als Flüchtlingsheim geeignet sei. „Also wenn auch klar ist, welche Kosten mit der Sanierung und Nutzung auf die Stadt zukommen und eine konkrete Zeitschiene vorliegt“, kündigte der Sozialbürgermeister an. Die Entscheidung über die Nutzung eines Objektes treffe der Stadtrat „im Benehmen“ mit dem zuständigen Ortsbeirat oder Ortschaftsrat.

Welche zusätzlichen Kosten auf die Stadt zukommen, steht laut Seidel noch nicht fest. „Auf Grundlage der Hochrechnungen des Landes können derzeit leider keine validen Planungen aufgebaut werden.“ Falls erforderlich, werde dem Stadtrat im zweiten Halbjahr ein Nachtrag zur Entscheidung vorgelegt.

Thomas Baumann-Hartwig

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