Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Dresden bleibt auf elf Millionen Euro Asylkosten sitzen

Dresden bleibt auf elf Millionen Euro Asylkosten sitzen

Sachsens Städte und Gemeinden verlangen ein neues Abrechnungsmodell für die Asylkosten. "Wir fordern die Erstattung der tatsächlichen Kosten über eine Spitzabrechnung", erklärte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetags, Mischa Woitscheck, in Dresden.

Die bisherige Abrechnung über eine Pauschale sei nicht kostendeckend. Das bekommt derzeit auch die Stadt Dresden zu spüren. Sie geht derzeit von rund 32 Millionen Euro für laufende Kosten bei der Unterbringung der Asylbewerber aus. Über die Landespauschale erhält Dresden vom Freistaat aber nur knapp 20 Millionen Euro, den Rest müsse die Stadt derzeit selbst tragen. Weil die Unterbringung der Asylbewerber aber auf Weisung des Freistaats erfolgt, müsse dieser auch die Kosten voll erstatten, sagte Woitscheck, der den Freistaat auch für starres Verwaltungshandeln und Mängel in der Kommunikation mit den Bürgermeistern kritisierte.

Der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU) geht davon aus, dass Sachsen noch mehr Flüchtlinge aufnehmen kann, allerdings müsse bessere Vorsorge getroffen werden.

Das Kabinett des Freistaats will sich am 25. August mit einem überarbeiteten Konzept zur Unterbringung in den Erstaufnahmeeinrichtungen befassen, erklärte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses Asyl. Mit Blick auf die SSG-Forderungen kündigte sie an, die Unterbringungskosten zu überprüfen.

Inzwischen meldet die sächsische Polizei einen sprunghaften Anstieg illegaler Einreisen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 seien sie um 70 Prozent angewachsen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.08.2015

DNN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.