Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dresden: Ministerin Clauß will breite Aufklärung zum Thema Organspende

Dresden: Ministerin Clauß will breite Aufklärung zum Thema Organspende

Sachsens Sozialministerin Christine Clauß (CDU) hält eine über die neue Regelung zur Organspende hinausgehende Aufklärung zu dem Thema für nötig. „Die Entscheidungslösung ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt“, sagte sie anlässlich des Tages der Organspende der Nachrichtenagentur dpa in Dresden.

Voriger Artikel
Debatte um Personalabbau in Sachsen: Opposition fordert Taten
Nächster Artikel
Neues Leben dank neuer Niere – Dresdnerin Simone Bär spendet für ihren Lebenspartner

Der Tag der Organspende wirbt für eine höhere Bereitschaft, nach dem Tod mit den eigenen Organen anderen Patienten das Weiterleben zu ermöglichen.

Quelle: Tanja Tröger

„Das ist ein schwieriges Thema, denn wer beschäftigt sich schon gern mit dem eigenen Tod.“ Da reichten die Informationen durch die Krankenkassen nicht aus. Nach der neuen Regelung werden künftig alle Bundesbürger ab 16 Jahren offensiv nach ihrer Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod gefragt.

Nötig sei eine kontinuierliche Aufklärung, „die bei den Menschen ankommt und ihnen die Angst vor diesem Thema nimmt“, betonte die Ministerin. „Nur wer keine Angst vor dem Thema Organspende hat, kann die richtige Entscheidung für sich selbst treffen.“ Auch die Schule sei ein guter Ort, um dafür zu sensibilisieren. „Schüler müssen vorsichtig heran geführt werden, damit sie vorbereitet sind, wenn sie mit 16 Jahren Aufklärungspost von ihrer Krankenkasse erhalten.“

Clauß verwies zudem auf das Netzwerk, in dem Ministerien, Krankenhäuser, Selbsthilfegruppen und Landesärztekammern zum Wohl der Patienten zusammenarbeiten würden. „Seit den 90er Jahren gibt es in fast allen Krankenhäusern, in denen Organspende möglich ist, Transplantationsbeauftragte im ärztlichen und pflegerischen Bereich.“ Sie kümmerten sich darum, dass Gespräche mit Angehörigen sensibel und mit emotionaler Intelligenz geführt würden.

„Nach der Novellierung des Transplantationsgesetzes geht es jetzt darum, Strukturen für eine kontinuierliche Aufklärung zu schaffen.“ Sachsen zeichne seit Jahren mit Sachsen-Anhalt und Thüringen je ein Krankenhaus in den drei Ländern aus, das sich um Organspenden besonders verdient gemacht habe. „Nur die gemeinsamen Anstrengungen führen zum Ziel, da dürfen wir nicht nachlassen, sondern sind mit unserem Engagement täglich gefragt.“ Mit statistisch 18,6 Organspendern pro eine Million Einwohner lag Sachsen 2011 über dem Bundesdurchschnitt (14,7).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.