Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Diskussion über Umweltzone in Dresden: Saubere Luft ist oberstes Gebot

Diskussion über Umweltzone in Dresden: Saubere Luft ist oberstes Gebot

Durchaus bemerkenswerte Ideen und Forderungen sorgten bei der Podiumsdiskussion „Umweltzone für Dresden – Für und Wider“ für Kurzweil unter den Gesprächsteilnehmern und dem Publikum.

Voriger Artikel
Einzelhändler in der Dresdner Neustadt demonstrieren gegen GEZ-Reform
Nächster Artikel
Netzwerk Asyl-Migration-Flucht in Dresden: Erneuter Vorwurf gegen die Gagfah-Group

Qualmender Autoauspuff (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dabei vertraten die Gäste am Montagabend im Podium zwar unterschiedlichste Meinungen, einer Umweltzone konnten sie jedoch alle nichts abgewinnen.

Hartmut Schwarze vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erklärte umfassend die Ursachen für giftigen Feinstaub und Stickoxiden in der Luft – nur ein Teil wird durch den Autoverkehr verursacht - trotzdem lag der Schwerpunkt der Diskussion auf den Autoabgasen. Die Moderation übernahm Denni Klein, Redakteur der Sächsischen Zeitung.

phpd5d9da1748201211201420.jpg

Olaf Matthies vom ADFC setzte sich für die Radfahrer und den Ausbau von gekennzeichnete Wegen ein.

Zur Bildergalerie

Während Schwarze insbesondere für die Umsetzung der Vorgaben der Europäischen Kommission in ganz Sachsen verantwortlich zeichnet, obliegt es Wolfgang Socher vom Dresdner Umweltamt, den Maßnahmenkatalog des Luftreinhalteplans in Dresden umzusetzen. Dabei sei man schon weit fortgeschritten, allerdings fehlten noch einige Dinge wie die vieldiskutierten Pförtnerampeln. Die sollen laut Locher die Verkehrsspitzen an andere Orte verlagern. Auch die Tempo-30-Zone auf der Bautzner Straße stünde weiterhin zur Debatte. Da es sich um eine Bundesstraße handle, zögere sich die Diskussion zwischen den Ämtern aber noch länger hin. „Die Politik hat eine Umweltzone abgelehnt. Trotzdem muss jetzt etwas getan werden, allerdings dauert auch mir dieser Prozess zu lange“, stellte er die Dringlichkeit in den Vordergrund. Anderenfalls drohen der Stadt Sanktionen. Die EU könne Strafgelder verhängen, berichtete Schwarze. „Es kann nicht der Plan sein, Gelder für etwaige Strafen zu sammeln. Letztlich geht es um unsere Gesundheit.“

Für Norbert Brückner vom ADAC Sachsen stand die Einschränkung des Autoverkehrs in innerstädtischen Bereichen nicht zur Debatte. Es müsse endlich Schluss sein mit der Benachteiligung der Autofahrer, forderte er unter anderem die Abschaffung von 100 Ampeln im Stadtgebiet und erklärte Tempo-30-Zonen sowie Umweltzonen für sinnlos. Für Gelächter sorgte seine Forderung nach einer unterirdischen Straßenbahn, die seinen Vorstellungen nach Platz für die Autos auf der Königsbrücker Straße schaffen könnte.

Tempo 30 hingegen wäre für Andreas Brzezinski als Vertreter der Dresdner Handwerkskammer erstrebenswert. „Ich wäre froh wenn wir diese Geschwindigkeit in Dresden erreichen“. Seine These: „Wenn wir die Durchlässigkeit erhöhen könnten, würde auch die Verschmutzung sinken.“ Dabei unterschlug er allerdings, dass der Dresdner Autoverkehr im Vergleich zu anderen Städten rasant unterwegs ist. Während in Paris oder London rund 15 Kilometer pro Stunde erreicht werden, sind es in der Landeshauptstadt knapp 30 Kilometer. Fortschrittlich gingen die Unternehmer seiner Meinung nach bei den Fahrzeugflotten vor. Die Umrüstung auf neue Autos trage dazu bei, die Feinstaubbelastungen zu senken.

Olaf Matthies vom ADFC setzte sich ebenfalls für innovative Transportbedingungen ein. Lastenfahrräder könnten seiner Meinung nach auf kurzen Wegen einige Autos ersetzen. Dafür müssten jedoch auch bessere Bedingungen für Radler geschaffen werden.

Wolfgang Socher vom Umweltamt stellte trotz der kontroversen Debatte klar: „Die ganz kleinen Partikel sind die gefährlichen. Sie können bis in den Blutkreislauf gehen.“ Durch den Luftreinhalteplan werde Dresden nicht zum Luftkurort, aber im Vergleich zum Ruhrgebiet sei die Qualität durchaus gut. Die saubere Luft hält seiner Überzeugung auch ohne Umweltzone in Dresden Einzug.

Dominik Brüggemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.