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Diskussion in Dresden-Leuben: Oberbürgermeisterin Orosz fordert Solidarität und verspricht Informationen

Diskussion in Dresden-Leuben: Oberbürgermeisterin Orosz fordert Solidarität und verspricht Informationen

Wer am Montagabend am Anfang darauf gewettet hätte, dass Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) im Bürgersaal des Ortsamtes Leuben mit Applaus verabschiedet wird – der wäre mutig gewesen.

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Oberbürgermeisterin Helma Orosz mit Sozialamtsleiterin Susann Cordts und Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt am Montagabend in Leuben.

Quelle: DNN

Die Stimmung im überfüllten Saal war hitzig, mehrere Rednerinnen und Redner brachten es auf den Punkt: Die Laubegaster und Leubener fühlen sich von den Plänen der Verwaltung überfahren, in ihren Vierteln Asylbewerberheime einzurichten. „Warum müssen wir von den Plänen aus der Zeitung erfahren?“ „Wieso hat niemand mit uns gesprochen?“ „Weshalb muss man der Verwaltung jede Information aus der Nase ziehen und erhält teilweise widersprüchliche Angaben?“, wurde gefragt.

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Oberbürgermeisterin Orosz stellte sich am Montagabend der Diskussion in Leuben.

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Kenneth Köth, der der OB im Namen der Bürgerinitiative „Mein Laubegast“ eine Petition mit 4600 Unterschriften übergab, brachte es auf den Punkt: „Ich bin gegen Pegida. Diese Patrioten passen nicht zu Dresden. Aber wenn die Verwaltung den Bürgern nicht zuhört, brauchen wir uns nicht über den Zulauf von Pegida zu wundern. Dort finden die Leute ein offenes Ohr. Wer sie von Pegida fernhalten will, muss offen und ehrlich informieren“, sagte er unter dem Beifall der Anwesenden.

Orosz gestand Probleme mit der Kommunikation ein. „Wir in der Verwaltung sind selbst von den Ereignissen überrollt worden“, erklärte sie. Die Information der Bürger sei verbesserungswürdig. Die Dresdner seien aufgefordert, Menschlichkeit und Solidarität an den Tag zu legen. „Ich werde nicht aufhören dafür zu werben, dass wir Dresdner nicht von einer Seite ins Gespräch gebracht werden, die Dresden nicht verdient.“

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Durch den erhöhten Bedarf an Plätzen muss Dresden auch mehr Geld ausgeben.

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Am Donnerstag oder Freitag werde der Stadtrat über die Standorte für neue Asylbewerberheime entscheiden. Zehn hatte die Verwaltung geplant, drei seien in den Ortschafts- und Ortsbeiräten abgelehnt worden, so Orosz, darunter auch der geplante Standort in einem Hotel in Laubegast. „Da kann doch niemand behaupten, dass seine Bedenken nicht gehört wurden.“ Der Stadtrat müsse nun entschieden, wie er mit den Ablehnungen umgehe. Sie empfehle, ein negatives Votum vor Ort zu akzeptieren und nach Alternativen zu suchen.

Mehrere Redner äußerten ihre Bedenken, dass nicht Kriegsflüchtlinge aus Syrien, sondern junge Männer aus dem Urlaubsland Tunesien nach Dresden kommen würden. „Das ist richtig, wir bekommen viele Tunesier zugewiesen“, bestätigte Cordts. Die Stadt könne sich nicht aussuchen, wen sie aufnehmen wolle. Und: Ein Dach über dem Kopf habe jeder verdient, der vor der Tür stehe und um Hilfe bitte.

tbh

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