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Dienstwagenflotte der Sächsischen Staatsregierung schneidet schlecht ab – Kritik von den Grünen

Dienstwagenflotte der Sächsischen Staatsregierung schneidet schlecht ab – Kritik von den Grünen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) ist von Amtswegen aus viel im Freistaat unterwegs. Dafür nutzt er einen Audi A8 L 4.2 TDI, eines von insgesamt 4222 Fahrzeugen, die im vergangenen Jahr zur Flotte des Freistaats gehörten.

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Ein Dienstwagen. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Die Kosten für die Flotte, Personal- und Unterhaltungskosten beliefen sich auf über 20 Millionen Euro, wie die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen ((Drs. 6/280) ergab.  

Die Dienstwagenflotte der sächsischen Staatsregierung schnitt jetzt im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit im Bundesvergleich schlecht ab. Zusammen mit Hessen belegt sie in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe nur den vorletzten 14. Platz, was eine Gelbe Karte einbrachte. Klimaschädlicher sind mit noch mehr CO2-Ausstoß demnach nur die Staatskarossen in Bayern, die Rot erhielten.   

Mit durchschnittlich 164 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer stößt der Dienstwagen-Fuhrpark der sächsischen Kabinettsmitglieder aber heute 14 Prozent weniger klimaschädliches Gas aus als 2011. Spitzenspritverbraucher ist standesgemäß der Dienstwagen von Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU), der es laut Studie mit seinen acht Zylindern auf einen kombinierten Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern Diesel und einen CO2-Ausstoß von 197 Gramm pro Kilometer bringt.  

Dafür gab es die Rote Karte, auch wenn Tillich im Ranking der Länderchefs vor seinen Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Berlin liegt, die im Schnitt auf 9,2 Liter Benzin und 216 Gramm Kohlendioxid kommen.   Unter den Umweltministern aus Bund und Ländern fährt Sachsens Thomas Schmidt (CDU) auf den drittletzten Rang, den er sich unter anderem mit Bundesministerin Barbara Hendricks (SPD) teilt, die das gleiche Ingolstädter Modell fährt.  

Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, kritisiert die Staatsregierung und einige Behörden in Sachsen aufgrund eines aus ihrer Sicht mangelnden Preisbewußtseins und zweifelt den Bedarf der Fahrzeuge an. Die 2500 Polizeifahrzeuge seien davon ausgenommen, allerdings müsste in Zeiten von starkem Personalabbau auch die Fahrzeugflotte reduziert werden. Die Polizeifahrzeuge kosten rund 10 Millionen Euro pro Jahr und nehmen damit den größten Posten ein. 

„Nach Einsparpotenzialen scheint bei der Dienstfahrzeugflotte bisher kaum jemand gesucht zu haben. Das sollte die Staatsregierung endlich ernsthaft prüfen“, so die Grünen-Politikerin. Als Alternative empfiehlt Jähnigen Jobtickets, gelegentliche Taxifahrten, Fahrradnutzung und Carsharing. „Das wäre Staatsmodernisierung, die diesen Namen verdient“, so Jähnigen.

dbr/dpa

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