Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+
Die wichtigsten Infos zum Ablauf der Bundestagswahl in Dresden

Die wichtigsten Infos zum Ablauf der Bundestagswahl in Dresden

Rund 430.000 wahlberechtigte Dresdner können am Sonntag bei der Bundestagswahl deutsche Politik mitgestalten. Allerdings gibt es bei manch einem noch jede Menge offene Fragen, wie die Wahl genau abläuft.

Voriger Artikel
Welche Wahlpartys gibt es bei der Bundestagswahl in Dresden?
Nächster Artikel
Bundestagswahl 2013: Hohe Beteiligung in Dresden

Stimmzettel für die Wahl zum Deutschen Bundestag.

Quelle: Caroline Seidel

DNN-Online hat aus diesem Grund die wichtigsten Informationen zum Urnengang einfach und verständlich zusammengetragen.

Welche Wahlkreise gibt es?

Bei der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag ist die Landeshauptstadt in die zwei Wahlkreise 159 (Dresden I – umfasst die Ortsamtsbereiche Altstadt, Blasewitz, Leuben, Plauen und Prohlis) und

160 (Dresden II – Bautzen II - umfasst die Ortsamtsbereiche Cotta, Klotzsche, Loschwitz, Neustadt und Pieschen sowie die Ortschaften Altfranken, Cossebaude, Gompitz, Langebrück, Mobschatz, Oberwartha, Schönborn, Schönfeld-Weißig und Weixdorf sowie die Gemeinden Arnsdorf, Ottendorf-Okrilla, Radeberg, Wachau, Bretnig-Hauswalde und Großröhrsdorf des Landkreises Bautzen) gegliedert.

Bisher haben Andreas Lämmel und Arnold Vaatz (beide CDU) die Dresdner Mandate inne.

Wie lange sind die Wahllokale geöffnet?

Von 8 bis 18 Uhr sind die insgesamt 358 Dresdner Wahllokale für die Stimmabgabe geöffnet. Anschließend werden die Stimmen ausgezählt. Die Auszählung ist öffentlich, so dass jeder, der sich dafür interessiert, mit dabei sein kann. Wer noch nicht weiß, wo sich sein Wahllokal befindet, der kann es im Internet unter www.dresden.de/wahlen finden.

Was passiert, wenn man den Wahlschein verloren hat?

Wer seinen Wahlschein verlegt hat, darf trotzdem an der Bundestagswahl teilnehmen. In diesem Fall kann man nach Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses wählen. Voraussetzung ist jedoch, dass man im Wählerverzeichnis seines Wahlbezirks eingetragen ist.

Wie läuft die Briefwahl ab?

Wer seine Briefwahlunterlagen noch zu Hause hat, kann sie das ganze Wochenende in den Briefkasten am Haupteingang des Rathauses werfen. In diesem Jahr gibt es in Dresden besonders viele Briefwähler. Wie Kreiswahlleiterin Ingrid van Kaldenkerken auf DNN-Anfrage mitteilte, lagen bereits am vergangenen Montag fast 70.000 Briefwahlanträge vor. Das sind 10.800 mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt bei der letzten Bundestagswahl.

Das Ergebnis der Briefwahl wird durch 105 Briefwahlvorstände ermittelt, die am Wahltag um 15 Uhr im Rathaus zusammentreten. Der Wahlschein mit den Angaben zum Wähler und der Wahlumschlag mit dem darin befindlichen Stimmzettel werden voneinander getrennt, so dass das Wahlgeheimnis gesichert ist. Die Stimmzettel dürfen auch bei der Briefwahl erst am Wahltag nach 18 Uhr ausgezählt werden.

Beinflussen ungültige Stimmen die Wahl?

Entgegen einem weitverbreiteten Gerücht beeinflussen ungültige Wahlzettel nicht die Wahl. Die wichtige Fünf-Prozent-Hürde wird beispielsweise anhand der gültigen und nicht der abgegebenen Stimmen berechnet. In der Statistik werden die ungültigen Stimmen zwar angegeben, mehr aber auch nicht. 

Wann ist mit den ersten Ergebnissen zu rechnen?

Mit den ersten Ergebnissen ist nach Angaben der Stadt etwa gegen 19 Uhr zu rechnen. Das vorläufige Endergebnis liegt voraussichtlich 22 Uhr vor. Ab 18 Uhr präsentiert Kreiswahlleiterin Ingrid van Kaldenkerken die aktuellen Zahlen öffentlich im Bürgersaal des Stadthauses, Theaterstraße 11, Raum 100.

Wie funktioniert die Stimmenabgabe bei der Bundestagswahl?  

Die Wähler haben bei der Bundestagswahl zwei Stimmen. Mit der Erststimme kann zunächst jeder einen Direktkandidaten aus seinem Wahlkreis wählen. Dabei ist bereits der Kandidat erfolgreich, der die einfache Mehrheit gewinnt. Eine Stimme Mehrheit reicht theoretisch aus, um das Bundestagsmandat im jeweiligen Wahlkreis zu erlangen.

Mit der Zweitstimme wählt man hingegen die Landesliste einer Partei. Diese Stimme ist entscheidend für die spätere Sitzverteilung im Deutschen Bundestag. Traditionell gewinnen in Deutschland vor allem CDU, CSU und SPD die Mehrzahl der Direktmandate, während bei kleineren Parteien wie FDP und Grünen eher die Landesliste zieht.   

Warum gibt es manchmal Überhangmandate

Erlangt eine Partei mehr Mandate über die Erststimme als ihr laut Zweitstimme prozentual zustehen, kommt es zur Entstehung von Überhangmandaten. Diese darf sie zwar behalten, allerdings kommt in diesen Fällen kein Listenkandidat zum Zuge.  

Ausgleichsmandate  

Nachdem das Bundesverfassungsgericht das bisherige Wahlrecht im Juli 2012 für ungültig erklärt hat, musste sich der Bundestag auf eine Reform des Wahlrechts verständigen. Problematisch waren vor allem die Überhangmandate, die das Wahlergebnis kräftig verzerren konnten. Aus diesem Grund gibt es bei der diesjährigen Bundestagswahl zum ersten Mal Ausgleichsmandate.

Erringt also eine Partei durch Direktmandate mehr Sitze im Bundestag, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zusteht, erhalten alle anderen Parteien ebenfalls zusätzliche Sitze, um das nach Zweitstimmen bestehende prozentuale Verhältnis der Parteien zueinander herzustellen.

Auf diese Weise sollen die vom Verfassungsgericht beim vorherigen Wahlrecht bemängelten „Grundsätze der Gleichheit und Unmittelbarkeit der Wahl“ wieder gewährleistet werden. Allerdings könnte durch die Reform der größte Bundestag aller Zeiten entstehen (bisher 598 Abgeordneten), was  für die Steuerzahler zusätzliche Kosten bedeutet.

Stephan Hönigschmid

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.