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Die Ära Schmelich bei den Dresdner Grünen endet

Kreisvorsitz Die Ära Schmelich bei den Dresdner Grünen endet

Die Dresdner Grünen wählen am 29. Oktober einen neuen Kreisvorstand. Kreisvorsitzender Michael Schmelich wird nicht noch einmal antreten. Es sei an der Zeit, den Staffelstab zu übergeben, erklärte er jetzt.

Elefantenrunde: Michael Schmelich (vorne, 2. von rechts) im Kreise der Partei- und Fraktionsvorsitzenden der rot-grün-rot-orangen Stadtratsmehrheit.
 

Quelle: DNN

Dresden.  Beim Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen geht Ende Oktober eine Ära zu Ende: Kreisvorsitzender Michael Schmelich wird sich auf dem Parteitag am 29. Oktober nicht zur Wiederwahl stellen. Das kündigte er jetzt gegenüber den DNN an. „Ich habe schon bei meiner Wiederwahl vor zwei Jahren erklärt, dass das meine letzte Amtszeit als Kreisvorsitzender werden wird. Ich stehe zu meinem Wort“, sagte er.

Michael Schmelich ist der dienstälteste Kreisvorsitzende einer demokratischen Partei in Dresden. Mit Blick auf die Kommunalwahl im Jahr 2019 halte er es für notwendig, dass die Dresdner Bündnisgrünen mit eingearbeitetem Spitzenpersonal in den Wahlkampf ziehen. „2018 wäre der Wechsel an der Spitze definitiv zu spät gekommen“, erklärte der 61-Jährige, warum er nicht noch einmal antreten will.

Hinzu komme eine zunehmende Arbeitsbelastung im Ehrenamt als Stadtrat, dem Schmelich seit der Kommunalwahl 2014 angehört. „Es geht nicht, die Parteiarbeit nur nebenbei zu machen.“ Er habe sich außerdem 2010 mit seinem Amtsantritt Ziele gesetzt, die er grundsätzlich für erreicht betrachte. „Wenn ich mir die innere Struktur der Partei und die Mitgliederentwicklung anschaue, dann haben wir schon viele Dinge geschafft. Es ist an der Zeit, den Staffelstab weiterzugeben.“

Er werde seine Nachfolge nicht dem Zufall überlassen, erklärte Schmelich vielsagend, wollte aber noch keine Namen nennen. Fest stehe aber, dass die Kreisvorsitzende Susanne Krause zur Wiederwahl stehe.

Schmelich begann seine politische Laufbahn 1970 bei der Jungen Union, der Jugendorganisation der CDU. 1981 verließ er diese Partei und trat den Grünen bei. Von 1985 bis 1986 war er Mitglied des Landtags von Niedersachsen. Nach längerer politischer Abstinenz kehrte er 2008 in Dresden als Wahlkampfmanager für die Grünen-Oberbürgermeister-Kandidatin Eva Jähnigen auf die politische Bühne zurück. 2009 bewarb er sich in Prohlis um ein Stadtratsmandant und sorgte mit einem engagierten, aber letztlich erfolglosen Wahlkampf für Furore. Mit Jähnigen stand er bis 2015 an der Spitze des Kreisvorstands der Grünen, ehe die Kreisvorsitzende und damalige Landtagsabgeordnete als Umweltbürgermeisterin ins Rathaus wechselte.

 
 

Von Thomas Baumann-Hartwig

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