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Der Nächste bitte: Dresdens neuer Sportstättenchef soll schon wieder gehen

Der Nächste bitte: Dresdens neuer Sportstättenchef soll schon wieder gehen

In den städtischen Eigenbetrieb Sportstätten zieht keine Ruhe ein. Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) wird sich einen neuen Betriebsleiter suchen müssen.

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Sebastian Schmidt

Quelle: Stephan Lohse

Dabei war die Stelle erst im Herbst des vergangenen Jahres ausgeschrieben worden. Die Wahl fiel im Stadtrat schließlich auf den Zeitsoldaten Sebastian Schmidt. Der 31-Jährige ist studierter Betriebswirtschafter und Sportwissenschaftler und soll bei der Bundeswehr vergleichbare Aufgaben erfüllt haben. Am 6. März trat der junge Mann seinen Dienst als Chef von 140 Mitarbeitern und Herr über die Dresdner Sportstätten an.

Nach Ablauf der Probezeit soll Schluss damit sein: Lehmann strebt nach Informationen aus dem Eigenbetrieb die einvernehmliche Trennung von dem Geschäftsführer an. Die Aufgabe sei eine Schuhgröße zu groß für den Zeitsoldaten, der zuvor als Dozent und Projektleiter tätig gewesen war. Es sei zu etlichen Problemen und Konflikten im sicher nicht einfach zu führenden Eigenbetrieb gekommen. Lehmann wolle deshalb einen Schlussstrich ziehen, hieß es.

Damit würde sich die personelle Unbeständigkeit der vergangenen Jahre in dem städtischen Unternehmen fortsetzen. Seit 2007 wurden mit Raphael Beckmann, Jörn Torsten Verleger und Sven Mania schon drei Betriebsleiter verschlissen. Beckmann und Verleger gerieten in heftige Kritik und suchten sich neue Jobs weit weg von Dresden, Mania schließlich musste sich sogar Vorwürfen erwehren, er habe Straftaten begangen. So soll er Mitarbeiterinnen belästigt und städtische Mittel veruntreut haben. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bestätigten die Vorwürfe nicht - Mania ist rehabilitiert und arbeitet mittlerweile als Beamter beim Regiebetrieb Zentrale Dienstleistungen der Stadt.

Als die Stadt die Stelle im Spätsommer 2013 neu ausschrieb - inzwischen war aus dem früheren Sportstätten- und Bäderbetrieb nach Ausgliederung der städtischen Bäder in die Bäder GmbH ein kleinerer Sportstättenbetrieb geworden - meldeten sich 59 Bewerberinnen und Bewerber. Den Richtigen hat die Stadt offenbar wieder einmal nicht gefunden. Die nächste Ausschreibung dürfte folgen. Bitter für die Mitarbeiter des Eigenbetriebes, die jetzt wieder mehrere Monate lang ohne Chef arbeiten müssen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.06.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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