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Der Chef des Landtages: Christopher Metz wirkt als Direktor im Hintergrund

Der Chef des Landtages: Christopher Metz wirkt als Direktor im Hintergrund

Wenn in anderthalben Wochen die Sachsen an die Wahlurne zur Landtagswahl gerufen werden, stehen die Spitzenkandidaten im Fokus der Wähler und der Öffentlichkeit.

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Christopher Metz ist Direktor des Sächsischen Landtages.

Quelle: Sächsischer LandtagSteffen Giersch

Doch wer organisiert eigentlich das Leben hinter den Kulissen des Apparates Landtag? DNN Online hat sich auf die Suche gemacht und mit Christopher Metz, Direktor des Sächsischen Landtages gesprochen.

Metz, stammt eigentlich aus Nordrhein-Westfalen und wohnt nun seit fast zwölf Jahren in Dresden. „Ich war als Kreisdirektor politischer Wahlbeamter als ich die Stellenausschreibung für die Position des Landtagsdirektors las. Die Beschreibung wirkte als sei sie eine Kopie meiner Personalakte, die Position passte genau“ erzählt Christopher Metz mit einem Schmunzeln. Der studierte Jurist reichte sofort seine Bewerbungen ein und unterschrieb kurz danach den Vertrag. Der Landtagspräsident, damals Erich Illtgen, entscheidend allein, wen er als Direktor einstellt. Lediglich das „Benehmen“ das heißt die Information des Präsidiums, benötigt der Präsident dafür.

Seit dem 1. Januar 2003 ist Metz Direktor des Landtages und damit Vorgesetzter von 152 Angestellten. Aufgeteilt ist die Verwaltung des Landtages in mehrere Bereiche. Im parlamentarischen Bereich sind unter anderem Juristen beschäftigt, die für alle rechtlichen Belange zuständig sind. Sie beraten die Abgeordneten und Ausschüsse in rechtlichen Fragen. In jedem der zehn ständigen Ausschüsse, die es in der abgelaufenen Legislatur-Periode gab, war mindestens ein Jurist vertreten. „Jeder Abgeordnete hat das Recht, eine kleine Anfrage an die Staatsregierung zu richten. Diesen Ablauf begleiten wir juristisch“, erklärt Metz.

Eine der Aufgabe des Präsidiums und des Landtagsdirektor nach der Landtagwahl wird die Raumvergabe an die Fraktionen sein. Je nach Stärke einer Fraktion bekommt sie entsprechende Räume zugewiesen. Laut dem Abgeordnetengesetz steht jedem gewählten Volksvertreter im sächsischen Landtag ein eigenes Büro mit einem Computer, Telefon und Drucker zu. Auch darum kümmert sich Christopher Metz mit seinem Team. „Wir sehen uns als Dienstleister der Abgeordneten“, so der Vater von vier Kindern. Als 2004 mit den Grünen, FDP und NPD gleich drei neue Parteien in den Landtag einzogen, war die Verwaltung des Landtages vor eine Herausforderung gestellt. „Wir mussten plötzlich 36 neue Räume allein für die neuen Fraktionen schaffen, eine Herausforderung“, betont Metz.

Neben einem Archiv- und Petitionsdienst, einem Team aus Stenographen gehört auch der Personaldienst des Landtages zur Verwaltung des Landtages, die Christopher Metz unterstellt ist. „Die Mitarbeiter aus der Personalabteilung kümmern sich beispielweise um die Verträge für die Mitarbeiter der Abgeordneten. Jeder Volksvertreter hat ein Budget für Angestellte, das er frei verwalten kann“, erzählt Christopher Metz. Die Abgeordneten selbst üben ein freies Mandat aus, ihre Diäten werden über das Abgeordnetengesetz geregelt. In der eigenen Druckerei des Landtages werden jährlich etwa 15.000 Drucksachen gedruckt, um Zeit und Geld zu sparen. „Man muss dazu aber wissen, dass das Budget des Landtages nur 0,25 Prozent des gesamten sächsischen Haushaltes ausmachen“, so Metz.

Vor der letzten Landtagswahl entstand die Idee mit einer Wahlinformationstour auf die Landtagswahlen aufmerksam zu machen. In diesem Jahr fuhr auch Direktor Metz wieder bei einigen Terminen mit. „Uns ist ausgefallen, dass anfangs vielen Bürgern tatsächlich gar nicht bewusst war, das am 31. August Landestagswahl ist“, erzählt der Jurist. Auf der Tour quer durch Sachsen sei er mit vielen unterschiedlichen Menschen ins Gespräch gekommen, die auch von Problemen und Ängsten berichtet haben. Politikverdrossenheit, teure Mieten, Arbeitslosigkeit, das bewegt die Menschen. „In den ländlichen Gegenden fiel es leichter, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen als in den Großstädten. Dort sind ist das Leben einfach hektischer“, erzählt der Direktor.

Julia Vollmer

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