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Das Dresdner Kreiswehrersatzamt ist Geschichte - Komplex wird zum "Karrierecenter"

Das Dresdner Kreiswehrersatzamt ist Geschichte - Komplex wird zum "Karrierecenter"

In Strehlen ging gestern eine Ära zu Ende. Nach 22 Jahren wurde das Dresdner Kreiswehrersatzamt an der August-Bebel-Straße offiziell außer Dienst gestellt. Insgesamt 267 000 junge Männer ließen sich seit der Wende hier mustern.

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Regierungsdirektorin Birgit König leitete seit 2009 das Kreiswehrersatzamt. Genauso wenig wie der Gebäudekomplex steht auch sie nicht vor einer ungewissen Zukunft, denn König wird Chefin des neuen Karrierecenters der Bundeswehr.

Quelle: Dietrich Flechtner

Ein Großteil von ihnen entschied sich für den so genannten Zivildienst, zum Beispiel in einem Krankenhaus oder Altenheim. Immerhin 53 000 Dresdner führte der Weg von der Musterung in der August-Bebel-Straße direkt zur Bundeswehr, wo sie ihren mehrmonatigen Grundwehrdienst ableisteten.

Das hat nun ein Ende. "Die Auflösung des Kreiswehrersatzamtes in Dresden ist ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung der Bundeswehr, denn nach 55 Jahren wurde am 1. Juli 2011 die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt", erklärte Gerd-Albrecht Engelmann, der amtierende Präsident der Wehrbereichsverwaltung Ost. Vor einer ungewissen Zukunft steht der monumentale Komplex in Strehlen damit aber nicht. Von 1935 bis 1938 für das Luftgaukommando IV der Wehrmacht errichtet, diente er zu DDR-Zeiten als Sitz der Militärakademie "Friedrich Engels" und eben seit 1990 als Kreiswehrersatzamt. In zwei Wochen wird hier nun eines von insgesamt 16 Karrierecentern der Bundeswehr eröffnet. Dresden trifft es damit deutlich besser als andere ehemalige Standorte von Kreiswehrersatzämtern, die im Zuge der Reform ersatzlos wegfallen.

Von den aktuell noch über 60 Dienstposten an der August-Bebel-Straße werden laut Engelmann 52 in das neue Karrierecenter überführt. An dessen Spitze steht Birgit König, von Haus aus Juristin, die seit 2009 auch schon das Dresdner Kreiswehrersatzamt leitete. "Wir stehen aufgabentechnisch vor sehr großen Veränderungen. Sie bedeuten für uns aber auch eine Chance", sagte sie unter anderem mit Blick auf neu zu schaffende Abteilungen wie den Berufsförderungsdienst. "Denn mit der Neustrukturierung wird in enger Verzahnung mit den regionalen Ausbildungsträgern und Wirtschaftsunternehmen eine qualifizierte Wie- dereingliederung in das zivilberufliche Leben für unsere ausscheidenden Soldaten auf Zeit noch stärker sichergestellt."

Das Karrierecenter sei zudem zentraler Ansprechpartner für Politik, Behörden, Unternehmen und die Bun- desagentur für Arbeit und werde zahlreiche Informationen zum Arbeitgeber Bundeswehr bieten. Dem Karrierecenter untergeordnet sind kleinere sächsische Karriereberatungsbüros. Auch im Dresdner Stadtzentrum soll solch ein Büro zeitnah entstehen. "Vornehmlich Soldaten, aber auch mindestens ein ziviler Karriereberater werben und beraten dort für den Dienst in der Bundeswehr, sei es in einer Soldatenlaufbahn oder in der Wehrverwaltung", so Engelmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.11.2012

Christoph Stephan

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