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DNN-Barometer sorgt für Gesprächsstoff

Politische Stimmung in Dresden DNN-Barometer sorgt für Gesprächsstoff

Das DNN-Barometer zur politischen Stimmung in Dresden sorgt für Gesprächsstoff. Schon mitten in der Nacht gab es erste Reaktionen bei Twitter zur Veröffentlichung bei www.dnn.de Vor allem die Entwicklung am rechten Rand wird über Parteigrenzen hinweg als Anlass zum Nachdenken betrachtet.

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DNN-Barometer „Wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre“.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  1.20 Uhr reagiert Johannes Lichdi bereits bei Twitter. Die CDU werde schon immer überschätzt und die Linke unterschätzt, warnte der Grüne vor voreiligen Schlüssen. Das DNN-Barometer zur politischen Stimmung in Dresden sorgt für Gesprächsstoff. Nach der repräsentativen Umfrage, für die das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden im Februar 508 Dresdner befragte, würde im Stadtrat einiges in Bewegung geraten, wenn am nächsten Sonntag Kommunalwahl wäre. CDU (plus 4 Punkte), Grüne und SPD (beide plus 2,3) würden zulegen, die Linke (minus 7,5) verlieren. Die AfD könnte dagegen um 6,3 Punkte zulegen.

„Interessanterweise erzielt Die Linke bei Wahlen stets deutlich bessere Werte“, stellte Thomas Feske, Fraktionsgeschäftsführer der Partei im Stadtrat, die Umfrage grundsätzlich in Frage. Die Stimmungslage weiche zum Nachteil der Partei stets von der tatsächlichen Lage ab.

CDU-Kreischef Christian Hartmann sieht dagegen das Barometer als Momentaufnahme, die vor allem bei den AfD-Werten eine bundesweite Entwicklung und keine besondere Dresdner Situation widerspiegele. Für seine Partei bedeutet das, eine klare politische Position zu beziehen. Dann habe der Wähler die Chance zu entscheiden. Hartmann sieht dabei vor allem das rot-grün-rote Bündnis in der Verantwortung, das derzeit offenbar nicht über die Mehrheit verfüge, während die CDU an Profil gewinne.

DNN-Barometer zur poltischen Stimmung in Dresden

DNN-Barometer zur poltischen Stimmung in Dresden.

Quelle: Grafik: Eylert

Michael Schmelich, Stadtchef der Grünen, betrachtet die Ergebnisse für Rot-Grün-Rot relativ gelassen. „Zwischen Umfrage und Wahlergebnis liegen nur wenige Punkte“, das spreche eher für politische Stabilität in Dresden. Angesichts der Anbiederei der AfD an Pegida müsste die Partei das Ergebnis sogar eher als ernüchternd betrachten, da es nicht über den Werten beispielsweise der hessischen Großstädte liege. Dort erzielte die AfD auch ohne vergleichbare Pegida-Bewegung zweistellige Ergebnisse. „Für uns als Grüne heißt das: Kurs halten!“ meinte Schmelich mit Blick auf Weltoffenheit und Asylpolitik. Seine Partei dürfe kurzfristigen Trends nicht hinterherlaufen.

Nach Ansicht von Richard Kaniewski sollten die Zahlen Anlass zum Nachdenken sein. Die demokratischen Parteien müssten sich Gedanken darüber machen, wie Ängsten und Ressentiments rund um die Themen Asyl und Flüchtlinge begegnet werden kann, von denen die AfD profitiere, erklärte der Vorsitzende der Dresdner SPD. Vielfach hätte in der Vergangenheit der Umgang mit der AfD zu großer medialer Resonanz für die Partei geführt. Die Parteien dürften sich nicht nur am politischen Gegner abarbeiten, sondern müssten eigene Handlungsoptionen in den Vordergrund stellen. „Wir müssen unsere eigenen Positionen stärker verteidigen. Es gibt nicht die einfachen Antworten, von denen die AfD immer spricht.“

Von Ingolf Pleil

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