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DNN-Barometer: Preiswerte Wohnungen, Schulen und Kitas sind den Dresdnern am wichtigsten

DNN-Barometer: Preiswerte Wohnungen, Schulen und Kitas sind den Dresdnern am wichtigsten

Das Wohnen ist für die Dresdner mit Abstand das wichtigste Thema. Daran hat sich im Lauf des Jahres nichts geändert, die Ansicht hat sich bei den Einwohnern der Stadt eher noch weiter verfestigt.

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Bereits im Februar betrachteten es 94 Prozent der Befragten beim DNN-Barometer als eher wichtig oder sogar sehr wichtig (70 Prozent), dass die Lokalpolitik für bezahlbares Wohnen sorgt. Im April stieg der Gesamtwert auf 97 Prozent, wobei es stabil 70 Prozent der Befragten sind, die das Thema für "sehr wichtig" halten.

Das ist der Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das vom Institut für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden 520 Dresdner Ende April befragt worden sind. Die Wahlkämpfer um den Chefsessel im Rathaus haben das erkannt, es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in irgendeiner Weise auf wohnungspolitische Fragen Bezug genommen wird.

Der Hintergrund ist klar: Die Angebotsmieten sind in den vergangenen fünf Jahren schneller als die Bestandsmieten gestiegen, die werden bald nachziehen. Im gleichen Zeitraum sind die Bestandsmieten doppelt so schnell gestiegen wie die Nettoeinkommen. 2009 lag die durchschnittliche Angebotsmiete nettokalt bei 5,60 Euro pro Quadratmeter, 2014 lag diese bei 6,89 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu entwickelten sich die Bestandsmieten von 5,27 Euro pro Quadratmeter im Jahre 2009 zu 5,69 Euro pro Quadratmeter im Jahre 2014. Das löst Sorgen aus.

Große Aufmerksamkeit der Dresdner gilt ärmeren Schichten in der Landeshauptstadt. Insgesamt mehr als 90 Prozent der Befragten ist der Ausbau von Angeboten für sozial Schwache von großer Bedeutung. 47 Prozent halten es für sehr wichtig, 47 Prozent für "eher wichtig". Im Februar waren die Wert praktisch identisch. Dahinter rangieren dann die Wünsche nach der Ansiedlung neuer Unternehmen (90 Prozent) und für ein größeres Miteinander in der Stadt (88 Prozent).

Das spiegelt sich schließlich auch in den Handlungsempfehlungen für die Politik oder die neue Stadtspitze wider. 75 Prozent halten es für eine gute Idee, dass die Stadt wieder selbst Wohnungen baut und verwaltet, statt dies der Privatwirtschaft zu überlassen. Mittlerweile wird auch dieses Thema von vielen besetzt. Während die Stadtratsmehrheit um Linke, Grüne, SPD und Piraten dies von Anfang an befürwortet, ist später auch die CDU auf diesen Kurs eingeschwenkt. Die FDP bespielsweise hält noch dagegen. In der Dresdner Bevölkerung halten den kommunalen Wohnungsbau 25 Prozent für "keine gute Idee".

Die Meinungsforscher der TU haben im Auftrag der DNN auch danach gefragt, wo die Dresdner Geld investieren würden, wenn sie als Oberbürgermeister selbst darüber entscheiden könnten. 58 Prozent würden das Geld in die Sanierung von Schulen stecken. Dieses Thema rangiert damit weit vor allen anderen. Jeder Zweite Dresdner würde in Kitas investieren, 36 Prozent in die Verbesserung der Straßen. Für 30 Prozent der Dresdner wäre der Rückkauf von Sozialwohnungen "sehr wichtig". Dahinter folgen der Ausbau der Spitzenforschung (33 Prozent), des Breitensports (26 Prozent) und des Radwegenetzes. Für jeden vierten Dresdner ist letzteres "sehr wichtig".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.05.2015

Ingolf Pleil

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