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DNN-Barometer: Jeder Zweite lehnt Privatisierung der Schwimmbäder ab

DNN-Barometer: Jeder Zweite lehnt Privatisierung der Schwimmbäder ab

Weniger Ausgaben für die Stadt, mehr Ausgaben für die Badegäste: Das könnte eine Folge der Privatisierung der Dresdner Schwimmbäder sein, die derzeit in der Stadtverwaltung diskutiert wird.

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Um Kosten zu sparen sowie investieren und sanieren zu können, prüft die Verwaltung, die Schwimmbäder der Stadt an die Drewag zu geben oder zu privatisieren.

Von Christin Grödel

Einerseits ließe sich so Geld sparen, das für andere Projekte eingesetzt werden könnte. Andererseits könnte eine Privatisierung auch steigende Eintrittspreise bedeuten. Ein Umstand, den jeder zweite Dresdner ablehnt.

In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Kommunikationswissenschaften der TU Dresden mit 507 Befragten sprechen sich 52 Prozent gegen eine Privatisierung aus. Besonders die Altersgruppen der 18- bis 24-Jährigen und der Über-60-Jährigen (jeweils 54 Prozent) sehen diesen Weg nicht als die Lösung des Problems an. 39 Prozent aller Befragten hingegen sind dafür, die Bäder zu privatisieren. Zustimmung findet diese Idee vor allem bei den 25- bis 44-Jährigen sowie bei den 45- bis 59-Jährigen, die zu 43 Prozent beziehungsweise 41 Prozent dafür stimmten.

Möglicherweise auch deshalb, weil sie sich dringend Sanierungen wünschen. Dafür, etwa bei der Schwimmhalle Freiberger Straße, den Hallen in Klotzsche und Prohlis oder dem maroden Sachsenbad, fehlt der Stadt allerdings das Geld. Geprüft wird deshalb derzeitig, ob die Bäder oder sogar der komplette Sportstättenbetrieb in die Stadtwerke-Holding Technische Werke Dresden mit der Drewag als gewinnbringendem Unternehmen integriert werden. Eine Überlegung, die Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) begrüßt. Er sehe keine andere Chance, den riesigen Investitionsstau, der derzeit bei insgesamt reichlich 50 Millionen Euro liegt, bei der Sanierung der Hallenbäder aufholen zu können. Denn das Badegeschäft per se ist ein Zuschuss-Geschäft, 2,1 Millionen Euro Verluste machte der Sportstätten- und Bäderbetrieb allein im vergangenen Jahr. Mit einer Vorlage für den Dresdner Stadtrat wird nach der politischen Sommerpause gerechnet.

Wenig Mut auf Besserung machen dabei auch die Angaben der Befragten auf die Frage, wie oft sie in den letzten zwölf Monaten in einem der öffentlichen Schwimmbäder Dresdens waren. Bei ganzen 60 Prozent war dies nicht ein Mal der Fall. Gäste, die über 60 Jahre alt sind, sieht man in Dresdens Schwimmbädern offensichtlich sehr selten, 76 Prozent von ihnen nutzten die Bäder gar nicht. Nur 19 Prozent schwammen ein bis zwei Mal ihre Runden. Nur 10 Prozent der Befragten können mit mindestens elf Besuchen in zwölf Monaten als regelmäßige Schwimmbadgänger bezeichnet werden. Diese entschieden sich dann auch mit 63 Prozent gegen eine Privatisierung der Bäder. Dafür sind mit 54 Prozent besonders die Badegäste, die sich im Jahr vier bis zehn Mal in den Dresdner Schwimmanstalten blicken lassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2012

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