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DNN-Barometer: Gute Zahlen für Bürgermeister Dirk Hilbert

DNN-Barometer: Gute Zahlen für Bürgermeister Dirk Hilbert

Nur jeder fünfte Dresdner kennt Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Das ist ein Ergebnis des aktuellen DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 510 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragt hat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Aber auch Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) mit 21 Prozent, Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) mit 26 Prozent oder Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) mit 27 Prozent Bekanntheitsgrad sind nicht wirklich im Bewusstsein der Dresdner verwurzelt.

Naturgemäß ist Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) mit 88 Prozent die bekannteste Kommunalpolitikerin, im August 2009 kannten sie aber sogar 94 Prozent der Dresdner. Wahrscheinlich hat sich das knappe Jahr Krankheitspause auf den Bekanntheitsgrad der OB ausgewirkt. Ebenso wie auf den ihres Vertreters Dirk Hilbert (FDP): Mit 71 Prozent erreicht er für einen Liberalen eine Traumquote. Hilbert hatte im Februar 2004 mit schlappen 25 Prozent begonnen und sich Jahr für Jahr aus dem Bekanntheitstief hochgearbeitet.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU), dessen Name sich mit vielen Entscheidungen verbindet, schafft es auf eine beachtliche Quote von 55 Prozent, Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) ist immerhin noch mit 39 Prozent dabei.

446 der Befragten kennen Helma Orosz, 60 Prozent von ihnen sind mit der Arbeit der OB eher zufrieden. Einen ähnlich hohen Wert erreicht lediglich Hilbert - 57 Prozent der 362 Befragten, die ihn kennen, haben kein Problem mit seiner Arbeit als Wirtschaftsbürgermeister. Dass man als "Finanzer" keine Sympathiepunkte sammeln kann, muss Vorjohann erfahren: Gerade mal 28 Prozent derjenigen, die ihn kennen, stellen ihm eine gute Note aus.

Sittel dagegen kommt auf stattliche 43 Prozent und auch Lunau ist mit satten 41 Prozent dabei, während die anderen Fachbürgermeister deutlich abfallen. Marx (31 Prozent) muss für die negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit Bauvorhaben (Waldschlößchenbrücke, Neumarkt) bezahlen, Lehmann (34 Prozent) für eine, nun ja, suboptimale Schulpolitik, Seidel (24 Prozent) für den Krippen-Engpass sowie knapp bemessene Zuschüsse zu den Wohnkosten ("Kosten der Unterkunft") für Hartz-IV-Empfänger.

Knapp ein Jahr musste Helma Orosz wegen schwerer Krankheit pausieren. Nur 48 Prozent der Dresdner wussten aber, dass sie von Dirk Hilbert vertreten wurde. 61 Prozent der Befragten stellten dem OB-Vertreter sehr gute und gute Noten aus, nur elf Prozent waren mit ihm an der Stadtspitze gar nicht oder eher nicht zufrieden.

Aber insgesamt ist es den Dresdnern vielleicht nicht wirklich wichtig, wer das Amt des Oberbürgermeisters begleitet: Immerhin 57 Prozent konnten keinen Unterschied in der Amtsführung zwischen Orosz und Hilbert feststellen. Nur acht Prozent meinten, Hilbert habe eine bessere Arbeit geleistet als Orosz, während fünf Prozent meinten, dass Orosz die bessere Figur im OB-Amt macht als der Liberale.

Erschreckend niedrig ist der Informationsstand der 18- bis 24-jährigen Befragten. Nur ein Prozent der jüngsten Altersgruppe des DNN-Barometers kennt Verwaltungsbürgermeister Lehmann, gerade mal zwei Prozent wissen mit Marx etwas anzufangen. Und auch nur elf Prozent der 18- bis 24-Jährigen wusste, dass Orosz von Hilbert vertreten wurde. Mangelndes Interesse? Politikverdrossenheit? Die Jugend kennt sich in der Kommunalpolitik nicht mehr aus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.05.2012

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