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DNN-Barometer: Eurokrise macht Dresdnern die meisten Sorgen

DNN-Barometer: Eurokrise macht Dresdnern die meisten Sorgen

Die Dresdner schauen mehrheitlich zwar recht optimistisch in die Zukunft, wachsende Sorgen macht ihnen aber die Euro-Krise. Dieses Thema hat sogar die Kriminalität als klassisches Sorgenkind Nummer 1 abgelöst.

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Von Heiko Weckbrodt

Das geht aus der jüngsten Umfrage des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden hervor, das dafür insgesamt 537 Dresdner befragt hat.

Demnach schauen drei Viertel der Dresdner eher hoffnungsvoll auf die nächsten zwölf Monate - je älter die Befragten indes waren und umso höher ihr Bildungsgrad, umso mehr traten die Sorgen in den Vordergrund.

Dabei überwiegt die Befürchtung, dass Deutschland für die Schulden anderer europäischer Staaten eintreten und sich dies negativ auf den eigenen Lebensstandard auswirken könnte. Immerhin jeder Zweite nannte die Eurokrise als Sorgenthema Nummer 1 - Kriminalität (17 Prozent), Klimawandel (zehn Prozent) und Terrorgefahr (drei Prozent) landeten demgegenüber weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. 61 Prozent zeigten sich zudem überzeugt, dass sich die internationale Finanzkrise ganz konkret "negativ auf den Wohlstand der Menschen in Sachsen auswirken wird".

Dennoch stehen die Dresdner zur Gemeinschaftswährung, die D-Mark-Nostalgiker sind in der Minderheit. Die Hälfte der Befragten zeigte sich davon überzeugt, dass Deutschland vom Euro profitiert. Lediglich 36 Prozent sind der Meinung, dass das Land mit der D-Mark besser dastehen würde - der Rest zeigte sich unentschlossen.

Dennoch sind die Dresdner nicht sehr angetan von der Idee, für die Euro-Rettung auch Geld zu investieren, wenngleich das Meinungsbild hier schon nicht mehr so eindeutig ist: 50 Prozent finden es nicht richtig, dass sich Deutschland verpflichtet hat, dafür notfalls auch die Schulden der Griechen und anderer Schuldner mitzubezahlen. Aber immerhin 42 Prozent stimmten dieser Lösung zu, acht Prozent trauten sich kein Urteil zu.

Im Übrigen ist das Vertrauen der Dresdner in die Härte des Euros anscheinend erschüttert. Dies wurde von den TU-Kommunikationswissenschaftlern zwar nicht abgefragt. Glaubt man aber den jüngsten Konjunkturumfragen der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Dresden, dann brummen die Geschäfte im Handel und Handwerk momentan auch deshalb derart gut, weil die Bürger jetzt weniger sparen und mehr kaufen. Und nach Meinung der Kammern liegt das auch daran, dass die Konsumenten nicht mehr überzeugt sind, dass der Euro in ein paar Monaten noch soviel wert sein wird wie heute.

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