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DNN-Barometer: Ein Fünftel der Dresdner hält Kulti-Umbau für unwichtig

DNN-Barometer: Ein Fünftel der Dresdner hält Kulti-Umbau für unwichtig

Es gibt zwei Themen in der sächsischen Landeshauptstadt, die sind für fast alle Dresdner quasi heilig: die Sanierung der Schulen und der Bau von Kitas.

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Von Ralf Redemund

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Telefon-Umfrage unter 510 Dresdnern durch das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität (TU) Dresden.

Damit hat die Debatte um den Doppelhaushalt 2013/2014 einen klaren Kompass erhalten. Die mit Abstand wichtigsten Themen der Dresdner sind Kitas und Schulen. Das beweist die Frage danach, wofür denn das vorhandene Geld im Stadtsäckel ausgegeben werden soll, wenn man selbst OberbürgermeisterIn von Dresden wäre. Schulen und Kitas sind dann zu fast hundert Prozent Ausgabe-Priorität Nummer eins und zwei.

Erst mit Abstand folgt das Thema Straßen. Viele regen sich über Flickschusterei und kaputte Straßen auf. Nach Schulen und Kitas nimmt die Ausbesserung der Dresdner Straßen denn auch Rang drei in der Priorität der Dresdner beim Geldausgeben ein. Dann kommt eine Weile nichts, bevor der Ausbau des Breitensports sowie die Sanierung und der Neubau von Sportstätten und Schwimmhallen ins Blickfeld rückt - immerhin auf Rang vier und noch vor dem Bau neuer bzw. Rückkauf alter Sozialwohnungen. Einen erheblichen Dämpfer erhält die Kultur. Angesichts der prosperierenden Stadt und der demographischen Entwicklung mit Kindersegen und Bevölkerungszuwachs nehmen die Prestige-Kulturprojekte einen eher geringeren Stellenwert ein. Was bei genauerem Hinsehen auch nicht verwundert: Obschon Dresden eine Kunst- und Kulturstadt ist, ziehen die meisten die Grundversorgung mit Schulen und Kitas vor. Für knapp 60 Prozent der Dresdner ist der Bau eines Kulturkraftwerks als neue Heimstätte für die Leubener Operette und das Theater Junge Generation (TJG) unantastbar. Überraschend wenig Dresdner - nur knapp ein Drittel - halten den Umbau des Kulturpalastes für "sehr wichtig" oder "wichtig", ein Fünftel der Befragten gar hält den "Kulti" für "überhaupt nicht wichtig" - das ist der Negativ-Spitzenwert unter allen abgefragten Themen.

Dabei steht ausgerechnet der Umbau des Kulturpalastes kurz bevor. Möglicherweise gelang es der Stadt bislang auch nicht ausreichend, die Vorteile eines Umbaus und die Notwendigkeit von Baumaßnahmen klar zu machen. Schließlich erhält nicht nur die Philharmonie einen Spitzenkonzertsaal, sondern ziehen die Städtischen Bibliotheken aus dem World Trade Center (WTC) in den Kulturpalast. Ziel: Der "Kulti" soll rund um die Uhr zu einer Begegnungsstätte von Jung und Alt werden, ergänzt durch die Herkuleskeule. Damit soll das Stadtzentrum mehr belebt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.09.2012

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