Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
DNN-Barometer: Dresdner attestieren Hilbert Bodenständigkeit

Viel Luft nach oben DNN-Barometer: Dresdner attestieren Hilbert Bodenständigkeit

Dresdens OB Dirk Hilbert ist ein halbes Jahr im Amt. In der Stadt hat sich das noch nicht überall herumgesprochen, wie das aktuelle DNN-Barometer zeigt.

Quelle: dpa

Dresden.  Im Juli 2015 gewählt und im September vereidigt – Oberbürgermeister Dirk Hilbert ist gut ein halbes Jahr im Amt. In der Stadt hat sich das noch nicht überall herumgesprochen, wie das aktuelle DNN-Barometer zeigt. 508 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner hat das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden befragt – nur 64 Prozent gaben auf die Frage: „Wissen Sie, wer derzeit Oberbürgermeister von Dresden ist?“ die richtige Antwort. 36 Prozent antworteten mit „Nein“ oder nannten einen falschen Namen.

43 Prozent der Befragten gaben an, eher zufrieden mit Hilbert als OB zu sein, 18 Prozent meinten, sie seien eher unzufrieden, 17 Prozent wählten die Alternative „teils/teils“ und 22 Prozent antworteten mit „weiß nicht“. Zum Vergleich: Im Februar 2009 hatte die damalige Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) 47 Prozent eher Zufriedene auf ihrer Seite, 16 Prozent waren mit ihr eher unzufrieden. Und noch ein Vergleich: 54 Prozent der Befragten waren im November 2012 mit der Arbeit von Hilbert als Wirtschaftsbürgermeister eher zufrieden, die eher Unzufriedenen blieben mit 18 Prozent auf dem gleichen Niveau wie jetzt.

Die markanteste Eigenschaft von Dirk Hilbert ist nach Auffassung der Befragten Bodenständigkeit. 42 Prozent gaben an, dass das Attribut „bodenständig“ voll und ganz auf Hilbert zutrifft. 27 Prozent attestieren dem OB Glaubwürdigkeit, 26 Prozent meinen, dass er sozial ist. Bürgernähe bescheinigen Hilbert 25 Prozent, Durchsetzungsfähigkeit 23 Prozent und politisches Geschick 19 Prozent. Nur 13 Prozent würden dagegen Hilbert als dynamisch bezeichnen.

Auch bei Vorgängerin Orosz war im August 2013 die Bodenständigkeit mit 42 Prozent am höchsten ausgeprägt, ihr Glaubwürdigkeitswert lag aber bei 34 Prozent, 30 Prozent bescheinigten der damaligen OB Durchsetzungsfähigkeit. Immerhin: Das politische Geschick von Orosz erkannten nur 16 Prozent der Befragten, in dieser Kategorie liegt Hilbert schon vor seiner Vorgängerin.

Bereits im OB-Wahlkampf im Juni 2015 hatten wir gefragt, wie wichtig den Dresdnern Eigenschaften bei den OB-Kandidaten sind. Auf Platz eins kam Glaubwürdigkeit vor Durchsetzungsfähigkeit und Bürgernähe. Die Frage, wie dynamisch ein Stadtoberhaupt wirkt, war dagegen das Schlusslicht.

Im direkten Vergleich mit Helma Orosz kann Hilbert noch nicht punkten: 16 Prozent meinen, er sei der bessere OB im Vergleich zu seiner Vorgängerin, 43 Prozent finden beide gleich gut und 20 Prozent meinen, Orosz sei besser gewesen. Auf dem Zenit ihrer Amtszeit im August 2013 sagten 58 Prozent der Dresdnerinnen und Dresdner über Orosz, sie sei die bessere OB im Vergleich mit Amtsvorgänger Ingolf Roßberg (FDP). Nur sieben Prozent hielten Roßberg besser, 24 Prozent sahen keinen Unterschied.

Interessante Randnotiz: Obwohl Roßberg schon seit fast zehn Jahren nicht mehr im Amt ist, wächst sein Bekanntheitsgrad von Jahr zu Jahr. Im Februar 2015 kannten 71 Prozent der Befragten den FDP-Politiker, jetzt sind es 77 Prozent. Roßberg-Vorgänger Herbert Wagner (CDU) war im vergangenen Jahr 61 Prozent der Befragten ein Begriff, jetzt sind es 63 Prozent. Kein Vergleich zu Orosz, die im Moment bei 97 Prozent Bekanntheit liegt. Vor einem Jahr waren es noch 90 Prozent.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadtpolitik
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.