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DGB-Chef Sommer in Dresden: Forderung nach Mindestlohn ohne Ausnahmen

DGB-Chef Sommer in Dresden: Forderung nach Mindestlohn ohne Ausnahmen

Iris Kloppich bleibt Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Sachsen. Die 61 Jahre alte Historikerin musste am Samstag auf einer Bezirkskonferenz des DGB in Dresden allerdings herbe Stimmenverluste hinnehmen.

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Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer war am Samstag Gast in Dresden. (Archiv)

Quelle: dpa

Kloppich erhielt nur 76,2 Prozent der Stimmen, Stellvertreter Markus Schlimbach kam auf 89,5 Prozent und stahl seiner Chefin damit die Show.

Bei ihrer ersten Wahl im Januar 2010 hatte Kloppich noch 84,4 Prozent der Delegierten hinter sich vereinen können. Schlimbach landete damals bei 81 Prozent.„Wir kämpfen für gute Arbeit, gute Arbeitsbedingungen und fairen Lohn, und es gibt dafür kein besseres Messinstrument als den Tarifvertrag“, betonte Kloppich. Sie forderte Sachsens Regierung auf, die Werbung mit „Niedriglohn als Standortvorteil“ einzustellen. Vize-DGB-Chef Schlimbach verlangte für den öffentlichen Dienst einen „Demografie-Tarifvertrag“ mit altersgerechten Arbeitsbedingungen und einer Perspektive für junge Menschen. Außerdem wolle man erreichen, dass im öffentlichen Dienst kein Personal mehr abgebaut wird.Das deckt sich jedoch nicht mit den Plänen der schwarz-gelben Regierung. Sie möchte möglichst bis 2020 die Zahl der Landesdiener von derzeit mehr als 80 000 auf 70 000 reduzieren.

Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) war am Samstag Gast der DGB-Bezirkskonferenz.Er widersprach dem Vorwurf, seine Regierung werbe mit Niedriglöhnen für den Standort Sachsen. Während Tillichs Rede tauchten Angestellte des Versandhändlers Amazon im Saal auf und entrollten ein Plakat, auf dem ein Tarifvertrag angemahnt wurde. Das Unternehmen hat ein Lager in Leipzig und steht seit Monaten im Fokus von Arbeitskämpfen.

Am Vormittag hatte DGB-Chef Michael Sommer die Einführung von Mindestlöhnen „ohne unsinnige Ausnahmen“ für alle Arbeitnehmer gefordert. „In der Vergangenheit haben Politik und Arbeitgeber in den neuen Ländern leider auf eine Niedriglohnstrategie und Tarifflucht gesetzt.“ Deshalb seien die im Koalitionsvertrag auf Bundesebene vereinbarten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für den Osten besonders wichtig.Den acht DGB-Gewerkschaften in Sachsen gehörten Ende 2013 rund 277 443 Mitglieder an. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 716 Mitgliedern, teilte der DGB mit.

dpa

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