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CDU-Watsche: Lämmel nur knapp für Bundestagswahl 2012 nominiert

CDU-Watsche: Lämmel nur knapp für Bundestagswahl 2012 nominiert

Knapp an einer Blamage ist CDU-Kreisverbandschef und Bundestagsabgeordneter Andreas Lämmel beim Parteitag der CDU vorbeigeschrammt. Bei der Nominierung der Kandidaten zur Bundestagswahl erhielt der Mandatsinhaber "nur" 54,55 Prozent (126) der 231 gültig abgegebenen Stimmen.

Herausforderer Maximilian Krah kam auf erstaunliche 45,45 Prozent (105 Stimmen) für den Wahlkreis 159/Dresden I.

Zwei Lebenswelten und Politikstile trafen im halligen Foyer des Enso-Gebäudes aufeinander. Schon rein äußerlich war das Auftreten bezeichnend: Ohne Schlips, die Haare halblang, frei redend und Jacket offen der eine, stets zugeknöpft und seine Rede teils vom Pult ablesend der andere, der Amtsinhaber. Beim Neuling legere Lockerheit, damit den frischen Wind, den neuen Schwung, die Erneuerung der Partei gleichsam im Auftritt symbolisierend, beim Verteidiger der Bezug auf 18 Jahre "Erfahrung, Leidenschaft, Augenmaß für das Machbare und das Netzwerk, um den Wahlkreis wieder für die CDU zu gewinnen" (Lämmel). Doch allein die große Anzahl an CDU-Mitgliedern - von 632 möglichen waren 234 vor Ort, dreimal so viel wie beim letzten Mal - bewies, dass Krah offensichtlich einen Nerv getroffen, aufgerüttelt und die "Partei lebendig" (Krah) gemacht hatte. Binnen vier Monate hatte der bis dato politisch relativ unbekannte Rechtsanwalt und Vater dreier Kinder mit seiner Tour durch die CDU-Ortsvereine viele Sympathien eingeholt, allerdings auch Kritik eingesteckt, dass er Briefe an die Parteimitglieder geschickt hatte, wodurch sich einige CDUler belästigt fühlten. Ein sichtlich erleichterter Lämmel wird es 2012 zur Bundestagswahl wohl wieder mit Katja Kipping (Linke) zu tun bekommen.

Unangefochten nominiert für den Bundestags-Wahlkreis 160/Dresden II/Bautzen II wurde erneut Arnold Vaatz. Von 739 eingeladenen CDU-Mitgliedern waren 110 gegen 20.30 Uhr anwesend, als es an die Wahlurnen ging. Souverän holte Vaatz 96,08 Prozent (also 98 von 102) gültigen Stimmen. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2012

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