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CDU-Kreisverband Dresden: Lämmel will für Krüger Platz machen

CDU-Kreisverband Dresden: Lämmel will für Krüger Platz machen

CDU-Kreisvorsitzender Andreas Lämmel will bei der Vorstandswahl im Juni nicht erneut kandidieren und Peter Krüger als seinen Nachfolger vorschlagen.

Das erklärte der Bundestagsabgeordnete am Dienstagabend den Dresdner Ortsverbandsvorsitzenden auf einer Sitzung. Am heutigen Donnerstag will Lämmel seine Entscheidung den Gremien des CDU-Kreisverbandes mitteilen, hieß es aus CDU-Kreisen.

Wenn Unscheinbarkeit zu den Eigenschaften eines großen Politikers zählen würde, dann wäre der 54-jährige Lämmel ein großer Politiker. Sein Bekanntheitsgrad tendiert gegen Null, von seinen politischen Aktivitäten ist kaum etwas zu spüren. 2011 löste er den glücklosen Lars Rohwer als Kreisvorsitzender ab, doch er erwies sich als nicht weniger glücklos als sein Vorgänger. Zu viel in Berlin und zu wenig an der Basis, lautete ein Vorwurf aus Parteikreisen, Führungsschwäche ein anderer. Ihm sei es nicht gelungen, den bei Sachthemen wie der geplanten Grundsteuererhöhung gespaltenen Kreisverband zu einen. Dass er die Partei erfolgreich in die bevorstehenden Wahlkämpfe führt, traut ihm niemand zu.

Einen ersten Denkzettel kassierte der Bundestagsabgeordnete im September 2012, als er bei der Aufstellung der Direktkandidaten für den Bundestag nur wenige Stimmen vor seinem Herausforderer Maximilian Krah lag. Auch danach riss die Kritik an seiner Person nicht ab, so dass er nun die Reißleine zieht und seinen Platz räumt.

Der 53-jährige Versicherungsmakler Krüger ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion und hat seine Feuertaufe bei den Verhandlungen zum städtischen Doppelhaushalt für 2013/14 bestanden, als es der CDU gelungen ist, überraschend die SPD und die Grünen mit ins Boot zu holen. Sollte Krüger zum Kreisvorsitzenden gewählt werden, wäre das ein Novum: Nach den Berufspolitikern Friederike de Haas, Lars Rohwer und Andreas Lämmel würde erstmals ein Kommunalpolitiker den Kreisverband führen.

Er werfe nie etwas hin, sagte Lämmel noch am Montag den DNN. In der Tat: Er zieht sich zurück. Geräuschlos. Und kaum jemand wird etwas merken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.05.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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