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CDU-Eilantrag bestätigt: Dynamoflächen im Ostragelände werden geprüft

CDU-Eilantrag bestätigt: Dynamoflächen im Ostragelände werden geprüft

Ein Paradebeispiel für die - vorsichtig formuliert - angeregte Debattenkultur im Dresdner Stadtrat war Mittwoch zu später Stunde wohl die Diskussion um die Dynamo-Trainingsflächen im Ostragehege.

Die CDU hatte das Vorhaben per Eilantrag in den Rat eingebracht. Ihr Ziel: Auf der Schlachthofinsel sollen Trainingsplätze und eine Geschäftsstelle entstehen. Zugegebenermaßen war die Ausgangssituation nicht unkompliziert: Laut einem 51-seitigen Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2010 sind die von der CDU vorgesehene Flächen bereits vergeben, und zwar als Ausgleichsmaßnahmen im Sinne des Naturschutzes. De facto: Die Verkehrsbetriebe (DVB) sind verpflichtet - im Gegenzug zum Bau der Messe-Straßenbahn - Bäume zu pflanzen. Erde wurde aufgeschüttet, Bäume besorgt, wäre der Winter nicht so lang gewesen, würden die Wurzeln aller 1800 Bäume schon längst im frühlingswarmen Erdreich ranken. Nun aber der Dynamo-Antrag. Eine Abstimmung darüber, die Pflanzung zu stoppen und die Einrichtung der Trainingsplätze zu prüfen. Sie kulminierte in eine Debatte, bei der manche Stadträte ihren parlamentarischen Anstand vergaßen.

Abseits diverser Entgleisungen wurde die Geschäftsordnung ausgereizt. Zwei Ersetzungsanträge von SPD und Grünen lehnten die Räte mit klarer (SPD-Antrag) und knapper Mehrheit (Grünen-Antrag) ab. Ebenso knapp fiel schließlich die Entscheidung für ein Stopp der Pflanzungen und eine Prüfung der Flächen. "Selbstverständlich wollen wir Gesetze einhalten", betonte Georg Böhme-Korn (CDU) auf den Vorwurf mit der Aussetzung des Planfeststellungsbeschlusses geltendes Recht auszuhebeln. Empörung bei den Grünen: Sie appellierten an die Oberbürgermeisterin in Widerspruch zu gehen, der Pflanzungsstopp sei rechtswidrig. "Wir begrüßen, dass die SG Dynamo bereit ist, nach Plätzen außerhalb des Großen Gartens zu suchen. Doch die Flächen müssen bei Abwägung aller Interessen geeignet sein. Die jetzt ins Auge gefassten Ausgleichsflächen sind es nicht", sagte Elke Zimmermann (Grüne).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2013

Katrin Tominski

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