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Bundestagswahlkampf in Dresden beginnt: Parteien wollen Tausende Plakate aufhängen

Bundestagswahlkampf in Dresden beginnt: Parteien wollen Tausende Plakate aufhängen

Am Wochenende beginnt auch in Dresden die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes. Bevor am 22. September ein neues Parlament gewählt wird, kämpfen die Parteien mit teils großem Aufwand um Stimmen.

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Die ersten Großplakate stehen schon in Dresden. Zahlreiche weitere folgen ab Ende der Woche.

Quelle: Dominik Brüggemann

Neben Tausenden Plakaten, die im Stadtbild zu sehen sein werden, hat sich auch allerhand Politprominenz in Dresden angekündigt.

Politikprominenz macht Station an der Elbe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 15. September um 13.30 Uhr vor der Frauenkirche sprechen. Ihr größter Kontrahent Peer Steinbrück von der SPD gibt sich am 12. September um 15 Uhr auf dem Schlossplatz die Ehre. Steinbrücks Genosse Franz Müntefering ist bereits am 14. August ab 10 Uhr am Wiener Platz zu Gast.

Unter dem Motto „Kultur trifft Politik“ kommt Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am 17. August in das Societätstheater. Ihr Parteifreund Jürgen Trittin spricht am 26. August um 17.30 Uhr auf dem Postplatz am Dr. Külz-Ring. Vizekanzler und FDP-Bundesvorsitzender Philipp Rösler wird am Abend des 16. Septembers im Internationalen Congress Center sprechen. Regelmäßig in Dresden zu sehen sein wird Linken-Chefin Katja Kipping. Die Spitzenkandidatin hat in Dresden ihren Wahlkreis und kämpft um ein Direktmandat.

Im Stadtbild sichtbar wird der Wahlkampf ab Donnerstag. Sechs Wochen vor der Stimmabgabe dürfen die Parteien damit beginnen, ihre Wahlwerbung an den Laternenmasten und Plakatwänden der Stadt aufzuhängen. Vorher ist nur das Bewerben von Wahlveranstaltungen erlaubt. Bei der Stimmenjagd verfolgen die Parteien unterschiedliche Ansätze.

Parteien planen mit fast 10.000 Plakaten in der Stadt – 4000 Stück von der FDP

„Wir beginnen am 15. August mit dem Aufhängen der Wahlplakate. Bei dieser Wahl werden wir uns beim Plakatieren zurückhalten, rund 1000 Plakate im gesamten Stadtgebiet aufhängen und den 26er Ring aussparen“, sagt der CDU-Wahlkampfmanager für Dresden, Dietmar Haßler. Der Wahlkampf der Dresdner CDU wird parallel zur Freigabe der Waldschlösschenbrücke am 24. August um 17 Uhr im Johannstädter Fährgarten eröffnet.

Auch die SPD startet am 15. August die Wahlkampfwerbung. 1100 Plakate wollen sie jeweils in beiden Dresdner Wahlkreisen aufhängen lassen. Die SPD hat anders als viele andere Parteien eine Firma beauftragt, die das Plakatieren übernimmt. Insgesamt 800 Wahlplakate werden von den Grünen aufgehängt. Die Partei hat ein „Klebefest“ veranstaltet bei dem die Pappschilder für den Einsatz präpariert wurden.

Bei der Linken will Thilo Kießling noch nicht verraten, mit wie vielen Plakaten man um die Gunst der Wähler buhlen wird. „Wir passen den Umfang der Werbung den anderen Parteien an“, sagt Linken-Kandidat Tilo Kießling. Die Linkspartei will sich beim Plakatieren auf ihre Hochburgen in den Plattenbausiedlungen und der Neustadt konzentrieren.

4000 Wahlplakate wird die FDP in beiden Dresdner Wahlkreisen aufhängen. Die Liberalen platzieren ihre gesamte Werbung jedoch nicht sofort, sondern im Laufe der sechs Wochen bis zur Wahl. Am wenigsten Wahlwerbung wollen die Piraten betreiben. 400 Plakate sollen vorrangig in der Altstadt, dem Albertplatz, der Neustadt, dem Hechtviertel, Blasewitz und in Plauen für die junge Partei werben, die hofft bei dieser Wahl zum ersten Mal in den Bundestag einzuziehen.

Die Dresdner Kandidaten zur Bundestagswahl

In den beiden Dresdner Wahlkreisen stellen sich insgesamt 20 Kandidaten für die beiden Direktmandate zur Wahl. Im Wahlkreis Dresden I treten unter anderem Andreas Lämmel für die CDU, Johannes Lohmeyer für die FDP, Ines Vogel für die SPD, Katja Kipping für die LINKE und Ulrike Bürgel für die Grünen an.

Im Wahlkreis Dresden II – Bautzen II kandidieren unter anderem Arnold Vaatz für die CDU, Matteo Böhme für die FDP, Thomas Blümel für die SPD, Stephan Kühn für die Grünen und Tilo Kießling für die Linkspartei. Wie bei jeder Bundestagswahl, wird neben den Direktkandidaten mit der Zweitstimme eine Landesliste der jeweiligen Partei gewählt.

Zusammensetzung der Dresdner Wahlkreise

Der Bundestagswahlkreis Nummer 160 Dresden II - Bautzen II umfasst die Ortsamtsbereiche Cotta, Klotzsche, Loschwitz, Neustadt und Pieschen sowie die Ortschaften Altfranken, Cossebaude, Gompitz, Langebrück, Mobschatz, Oberwartha, Schönborn, Schönfeld-Weißig und Weixdorf der kreisfreien Stadt Dresden sowie die Gemeinden Arnsdorf, Ottendorf-Okrilla, Radeberg, Wachau, Bretnig-Hauswalde und Großröhrsdorf des Landkreises Bautzen. Auf den Wahlkreis Nummer 159 Dresden I entfallen die Ortsamtsbereiche Altstadt, Blasewitz, Leuben, Plauen und Prohlis.

Wahlbenachrichtigungen landen bald in den Briefkästen

Wie die Stadt mitteilt, erhalten ab dem 21. August bis zum 1. September alle wahlberechtigten Dresdener ihre Wahlbenachrichtung. Auf dieser ist das zuständige Wahllokal vermerkt. Darüber hinaus kommen mit der Postsendung auch die Antragsformulare für die Briefwahl. Alle, die keine Benachrichtigung erhalten, obwohl sie wahlberechtigt sind, sollten sich umgehend beim Wahlamt an der Theaterstraße 11 melden. Ansonsten laufen sie Gefahr, ihr Wahlrecht nicht ausüben zu dürfen.

Stadt sucht Wahlhelfer

In Dresden werden rund 2900 Wahlhelfer benötigt, die beim Ablauf der Wahl und beim Auszählen der Stimmen helfen. Die Helfer müssen Deutsche und am Wahltag mindestens 18 Jahre alt - also wahlberechtigt - sein. Die Vorsitzenden und Stellvertreter der jeweiligen Wahlvorstände müssen eine zweistündige Schulung besuchen. An alle Wahlhelfer wird ein sogenanntes „Erfrischungsgeld“ ausgezahlt. Vorsitzende erhalten 50 Euro, Stellvertreter 40 Euro und Beisitzer 30 Euro. Wahlhelfer, die sich für eine Teilnahme an der Briefwahlauszählung entscheiden, bekommen als Vorsitzender 30 Euro, als Stellvertreter 25 Euro beziehungsweise als Beisitzer 20 Euro.

Hauke Heuer

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