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Bürgerbeteiligung im Spazierengehen

Bürgerbeteiligung im Spazierengehen

Eine Gruppe von etwa 20 Dresdnern versammelte sich gestern Abend vor dem Schießhaus, um sich von Mitarbeitern der Stadt aus erster Hand über die weitere Entwicklung der Wilsdruffer Vorstadt informieren zu lassen.

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Heide Grosche vom Stadtplanungsamt erläuterte den anwesenden Bürgern Details zur weiteren Entwicklung der Wilsdruffer Vorstadt. Die Stadt wünscht sich unter anderem einen Nahversorger in dem mit Läden bis jetzt wenig gesegneten Gebiet.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von chris

Von christoph stephan

Dieser "Stadtspaziergang" bildete den Auftakt für eine Reihe von Rundgängen in den nächsten Wochen. Im Mittelpunkt stehen die Schwerpunktthemen des "Integrierten Stadtentwicklungskonzepts" (Insek), dem Strategiepapier für Dresdens Entwicklung bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus. An der Fortschreibung dieses Zukunftsplanes - Dresden als Kulturstadt in Europa, als Stadt mit Leistungskraft sowie als lebenswerte und ressourcenschonende Stadt - sollen sich die Bürger nach dem Willen von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) maßgeblich mit beteiligen.

Neben einer Karte im Internet, auf der man bis zum 19. Oktober eigene Vorschläge und Anmerkungen eintragen kann, bilden die Stadtspaziergänge dafür ein wichtiges Instrument. Die gestrige Premiere verlief ausgesprochen erfolgreich, die Organisatoren hatten mehr Anmeldungen als erwartet.

Unter den Neugierigen war Marion Domnick. "Mich interessiert vor allem, was die Stadt im Detail mit der Operette im Kraftwerk Mitte vor hat und was aus den mehrmals verschobenen Projekten am Herzogin Garten wird", erzählte sie. Domnick erfuhr, dass die Bebauung der Brache "Herzogin Garten" gegenüber dem Zwinger 2013 starten soll. Die Berliner Projektgesellschaft "Intertec" will dort für 40 Millionen Euro ein Hotel, eine Parklandschaft und eine Wohnanlage errichten (DNN berichteten). "Ich finde es sehr gut, dass wir Bürger hier die Möglichkeit haben, uns bei Vertretern der Stadt zu informieren. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass wir im Vorfeld etwas Schriftliches erhalten, um besser vorbereitet zu sein", meinte Domnick.

Heide Grosche vom Stadtplanungsamt bekräftigte derweil den Wunsch der Stadt, dass sich in der mit Läden nicht gerade reich gesegneten Wilsdruffer Vorstadt bald ein Nahversorger ansiedelt. Bei den anwesenden Anwohnern stieß dies auf große Zustimmung. Skeptischer zeigten sie sich angesichts der vielen Neubauvorhaben in dem Gebiet. "Dort entstehen doch fast immer nur noch Eigentumswohnungen", beklagte ein älterer Herr. "Mietwohnungen gibt es dagegen lediglich in den Altbauten, und die haben meistens keinen Lift."

Unter die Teilnehmer des ersten Dresdner Stadtspaziergangs mischte sich übrigens der Intendant der Staatsoperette, Wolfgang Schaller. "Ich bin rein privat gekommen. Mich interessiert sehr, was um uns herum so alles passiert", sagte er mit Blick auf den für 2016 geplanten Umzug der Operette in das Kulturkraftwerk. Die Auswahl der Spaziergänge geht auf eine Fachkonferenz im März und Anregungen der Bürger zurück.

www.dresden.de/zukunftdresden2025

Um die Dresdner mit den Schwerpunktthemen des Zukunftskonzeptes vertraut zu machen, lädt das Stadtplanungsamt in den nächsten Wochen zu speziellen Rundgängen ein. Nach dem gestrigen Auftakt in der Innenstadt stehen folgende Touren auf dem Programm:

- 18. September: Friedrichstadt, die verborgene Innenstadt

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19. September: Exzellenz-Universität, der Campus der TU Dresden

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20. September: Entwicklungsbereich am Weißeritz-Grünzug

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24. September: Potenzial durch Zukunftstechnologie am Wissenschaftsstandort Tatzberg in der Johannstadt

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25. September: Albertstadt, Stadtleben zwischen der Neustadt und der Dresdner Heide

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26. September: die Leipziger Vorstadt, Dresdens neue Adresse am Wasser (große Brachflächen inspirieren zu Entwicklungsideen wie der Hafencity)

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27. September: Wie kann das Wohnumfeld zwischen Gorbitz und Cotta weiter aufgewertet werden?

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1. Oktober: Hauptbahnhof/Karree Prager Straße, Aufwertung des Eingangstors zur Innenstadt

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2. Oktober: Stadterneuerungsmaßnahmen für Prohlis, ein Stadtteil rüstet sich für die Zukunft

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4. Oktober: Cossebaude, ein Ortsteil im Spannungsfeld zwischen Hochwasserschutz, Verkehrsentwicklung, Wohnen und Gewerbe

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8. Oktober: Die neue Straßenbahnverbindung nach Weißig - was soll sich mit ihr ändern und welche Entwicklungen sind in der Prießnitzaue geplant?

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9. Oktober: Das Landschaftskonzept für den alten Elbarm zwischen Zschieren und Sporbitz, ein Refugium für Natur und Erholungssuchende

- die Stadtspaziergänge beginnen jeweils

um 17 Uhr

- Anmeldungen werden telefonisch unter Ruf 4 88 35 41 oder per E-Mail unter zukunftdresden2025@dresden.de entgegen genommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2012

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