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Bündnis „Kein Platz für Nazis“ fordert zu Protesten am 17. Juni in Dresden auf

Bündnis „Kein Platz für Nazis“ fordert zu Protesten am 17. Juni in Dresden auf

Unter dem Motto „1706/ Kein Platz für Nazis" will ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Gruppen Protestveranstaltungen gegen den von Rechtsextremen angemeldeten Naziaufmarsch am 17. Juni in Dresden organisieren.

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Anhänger des linken Bündnisses „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ (Archivbild)

Quelle: dpa

Hintergrund der Demonstrationen ist der Jahrestag des Aufstandes vom 17.Juni 1953.

Bis zum Mittwoch lagen drei Versammlungsanmeldungen vor, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Dabei handelt es sich um eine Anmeldung aus dem rechten Spektrum, eine Demonstrationsanzeige einer Gewerkschaft und die einer Landtagsabgeordneten.

Die Demonstration der Rechtsextremen soll unter dem Slogan „Nationale Souveränität statt Fremdbestimmung" um 17 Uhr am Postplatz starten. Eine Gegendemonstration startet 16 Uhr am Albertplatz und endet in der Altstadt. Juso-Vorsitzender Benjamin Kümmig sagte im Vorfeld der Protestaktion: „Wieder einmal versuchen die Nazis, ein historisches Datum zu missbrauchen.“

Die Initiatoren der Protestaktion „Kein Platz für Nazis", zu denen unter anderem die Mitglieder des Landtages Eva Jähnigen und Johannes Lichdi (beide Bündnis 90/Die Grünen), die Jusos Dresden und die beiden SPD-Stadträte Sabine Friedel und Richard Kaniewski gehören, wollen den Dresdnern die Möglichkeit geben, ihr Gesicht gegen nationalsozialistische Propaganda zu zeigen.

Zu einer Feierstunde am Gedenkort auf dem Postplatz rief Dresdens Zweiter Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) am Mittwoch auf. "Volksaufstand, Mauerbau, deutsche Teilung, friedliche Revolution, Wiedervereinigung - bei all dem geht es letztlich immer um den Wert der Freiheit, die Potenziale unserer Demokratie und auch die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen für die Gesellschaft, in der wir heute leben", so Sittel.

Georg Wehse, Vorsitzender der Linksjugend Dresden, kritisierte in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung: „Die erneute Untätigkeit der Stadtverwaltung trifft bei uns auf großes Unverständnis. Lediglich um 14 Uhr wird eine Feierstunde mit Kranzniederlegungen an der Panzerkette stattfinden."

Am Abend des 17. Juni 1953 versammelten sich im Stadtzentrum rund 10.000 Menschen. Sie hatten ihre Arbeit niedergelegt und Streikforderungen formuliert. Am Dresdner Postplatz traf die Menschenmenge auf russische Panzer und Volkspolizisten.

dbr/JG

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