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Bündnis Dresden-Nazifrei zieht zufriedenes Fazit des Februars 2012

Bündnis Dresden-Nazifrei zieht zufriedenes Fazit des Februars 2012

Dresden. Das Aktionsbündnis Dresden-Nazifrei hat nach den Ereignissen rund um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt am 13. Februar 1945 ein zufriedenes Fazit gezogen.

„Ja, es war eine erfolgreiche Woche", sagte Sprecher Stefan Thiele gegenüber DNN-Online. So blieb es im Gegensatz zu 2011 in diesem Jahr weitgehend friedlich. Die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen von Linksextremen blieben aus.

Stattdessen freute sich das Bündnis am 13. Februar über mehr als 2000 Teilnehmer beim Mahngang Täterspuren sowie erfolgreiche Blockaden, die den Rechtsextremen nur eine Mini-Route von weniger als 1,3 Kilometer ermöglichten. Am 18.

Februar nahmen schließlich nach Veranstalterangeben mehr als 10.000 Teilnehmern an der Demo durch die Stadt teil.

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Bis zu 10.000 Personen haben am 18. Februar 2012 in Dresden friedlich mit Dresden-Nazifrei demonstriert.

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Selbst die Dresdner Polizei sprach nach der von Dresden-Nazifrei organisierten Großdemo von bis zu 10.000 Teilnehmern am Sonnabend von einer „ unausgesprochenen Kooperation", so der Einsatzleiter Horst Kretzschmar. „So würde ich es vielleicht nicht nennen", meint Thiele. Er selbst freue sich aber über dem Bündnis festgestellten Richtungswechsel innerhalb der Polizeiführung hin zu einer Taktik der Deeskalation.

„Die Kunst bestand darin, auch mal einen Schritt zurückzugehen", hatte Polizei-Einsatzleiter Kretzschmar das Vorgehen beschrieben. Zudem war es am Samstag auch sichtbar, wie auch die Mitarbeiter des Bündnisses immer wieder aktiv auf ihre Demo-Teilnehmer zugingen, und eventuell aufgeheizte Gemüter zu beruhigen versuchten.

Thiele freute sich zudem, dass es in diesem Jahr bisher keine Indizien für eine ähnliche Strafverfolgung wie 2011 gebe. Das vergangene Jahr sei hier „ exzessiv" gewesen, weshalb Dresden-Nazifrei am Samstag nicht nur gegen Rechtsextremismus, sondern auch gegen sogenannte „sächsische Verhältnisse" demonstriert hatte. Diese Prozesse würden das Bündnis auch weiterhin beschäftigen. Thiele hofft allerdings, dass sich die neue Stimmung auch auf die Justiz übertrage, dass die Richter in ihrer Entscheidungsfindung nicht mehr zu den rigorosen Bewertungen von 2011 zurückkehren.

In diesem Jahr sei die Stimmung dagegen ganz anders gewesen, blickt Sprecher Stefan Thiele zurück. So habe die Polizei die Blockaden vom Montag in diesem Jahr nicht eingekesselt und wie 2011 die Personalien aufgenommen. Stattdessen seien die Blockaden als Spontandemos akzeptiert worden.

Wie viel das Bündnis im nächsten Jahr zu tun haben werde, sei laut Thiele bisher noch völlig unklar. Es sei durchaus möglich, dass die Rechtsextremen nach drei gescheiterten Versuchen noch einmal einen „Neustart" in Dresden probieren. Er selbst hoffe aber, dass die erneute Niederlage die Nazis eine ganze Weile beschäftigen werde. In jedem Fall hoffe er, dass der Protest gegen Rechtsextreme nach den Erfolgen in den nächsten Jahren etwas leichter werden könnte. Bis dahin stehe innerhalb von Dresden-Nazifrei nun erstmal eine umfassende Auswertung der vergangenen Wochen und Monate auf dem Plan.

Stephan Lohse

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