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Bündnis Dresden-Nazifrei trainiert für Sitzblockaden gegen Demonstrationsmärsche

Bündnis Dresden-Nazifrei trainiert für Sitzblockaden gegen Demonstrationsmärsche

Etwa 70 Teilnehmer folgten am Samstagnachmittag dem Aufruf des Aktionsbündnisses Dresden-Nazifrei zum Blockadetraining. In den Räumen der Gewerkschaft ver.di an der Cottaer Straße probten sie unter Anleitung erfahrener Trainer für den 13. Februar 2012, dem Jahrestag der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

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Das Aktionsbündnis Dresden-Nazifrei lud am Samstag zum Blockadetraining.

Quelle: Dominik Brüggemann

„Unser politischer Gegner sind die Nazis" erklärte ein Sprecher des Bündnisses mit Blick auf die anstehenden Demonstrationsmärsche von Neonazis an dem Tag. Dabei stellte das Bündnis klar, dass sie den Kontakt mit der Polizei in Kauf nehme, diese jedoch nicht ihre Gegner seien. Frank Fischer, Vorsitzender der Ortsgruppe ver.di, bekräftigte: „Dieses Bündnis distanziert sich von jeglicher Gewalt. Wichtig ist, dass wir Gesicht zeigen gegen die Nazis." Leider gebe es immer ein paar Chaoten, die gewalttätig würden, räumte er ein.   

Beim Training erhielten die Teilnehmer zunächst grundlegende Infos. Ratsam sei demnach genügend Verpflegung mitzunehmen, ein Sitzkissen parat zu halten und Wechselkleidung in einen Rucksack zustecken. Letztere sei besonders nach Einsätzen von Wasserwerfern notwendig, so der Ratschlag. Das Training sollte ebenfalls dazu dienen, besonnen in angespannten Lagen zu reagieren und die Kommunikation in den umstrittenen Blockaden zu üben. Im Vorfeld der Übung gab es seitens der CDU und FDP Kritik gegenüber der Gewerkschaft ver.di.

„Ich kann nur an die Gewerkschaft appellieren, ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Sie darf denjenigen, die gewalttätige und rechtswidrige Aktionen vorbereiten, keine Plattform bieten", erklärte der Dresdner CDU-Landtagsabgeordnete Christian Hartmann."Es ist erschreckend, dass sich Verdi von potentiellen linken Gewalttätern vor den Karren spannen lässt. Ich sehe es als Liberaler nicht als Aufgabe einer Gewerkschaft, linken Chaoten Schulungen zum gewaltsamen Blockieren genehmigter Demonstrationen oder gar zum Widerstand gegen Polizisten zu ermöglichen", ergänzte der FDP-Landtagsabgeordnete Benjamin Karabinski. „Aber letztlich müssen die Gewerkschaftsmitglieder entscheiden, ob sie dafür ihre Beiträge zahlen."Für Verdi-Landessprecher Jörg Förster sei die Kritik hingegen nicht nachvollziehbar. Es gehe um eine wichtige Übung, was auf einer Demo passieren könne. Man werde sich nicht verbieten lassen, friedlich gegen Nazis zu demonstrieren, so Förster gegenüber DNN-Online.

dbr / sl

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