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Bündnis Dresden Nazifrei startet mit Aktivierungskonferenz in Protest 2013

Bündnis Dresden Nazifrei startet mit Aktivierungskonferenz in Protest 2013

Mit einer zweitätigen Aktivierungskonferenz gibt das Bündnis Dresden Nazifrei am Wochenende den Startschuss zu den Aktionen rund um den 13. Februar 2013. In Referaten und Workshops informiert das Bündnis am Sonnabend im Dresdner Volkshaus über mögliche Naziaktivitäten und Gegenstrategien.

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Mit einer Aktivierungskonferenz im Dresdner Volkshaus startet das Bündnis Dresden Nazifrei in die Protestaktivitäten 2013. Montage: DNN-Online

Quelle: Tanja Tröger

Erwartet werden etwa 80 Teilnehmer.

Zu den Workshop-Themen zählen Demonstrationsrecht, die sächsische Naziszene und die Informationsvernetzung. Ein Angebot um 14.30 Uhr richtet sich speziell an „Demo-Anfänger“, die sich gegen Neonazis engagieren wollen, aber nicht genau wissen, wie sie Informationen bekommen und sich einbringen können. Die Konferenzteilnehmer wollen aber auch ihren Kurs für 2013 abstecken und Aktivitäten planen.  

Bündnissprecher Silvio Lang betonte, dass die Aktionen im Februar 2013 unter anderen Voraussetzungen als zuvor stattfinden müssen: Während eine breite bundesweite Unterstützung in den vergangenen drei Jahren dazu beitrug, Europas größte Naziaufmärsche zu verhindern, sei 2013 nicht mit einer ähnlich starken Mobilisierung in ganz Deutschland zu rechnen. „Nach drei so intensiven Jahren konzentrieren sich die bundesweiten Strukturen nicht mehr nur auf Dresden“, so Lang. Schließlich seien auch in anderen Städten Naziaufmärsche geplant, die es zu verhindern gelte. Daher sei das Bündnis Dresden Nazifrei viel stärker auf die Beteiligung von Dresdnern und Menschen aus dem Umland angewiesen. Ziel sei es weiterhin, einen eventuellen Aufmarsch von Neonazis in Dresden zu verhindern.

Ob und welche Aktivitäten die rechte Szene 2013 organisieren wird, steht bislang nicht fest. Nach dem missglückten „Trauermarsch“ im Februar dieses Jahres habe die Szene intern heftig diskutiert, sagte Lang. Bislang sei unklar, was sich daraus ergebe: Resignation oder Anstachelung zu neuen Aktionen. Einige Demonstrations-Anmeldungen lägen der Stadt bereits vor, das seien jedoch oft nur „Platzhalter“.

Bereits am Freitagabend hatte das Bündnis eine Podiumsdiskussion im Hörsaalzentrum der Technischen Universität (TU) veranstaltet. Unter dem Motto „13. Februar – Kein Tag für Nazis“ sprachen rund 80 Teilnehmer über die Kampagnen der vergangenen drei Jahre, die aus Sicht des Bündnisses erfolgreich verlaufen sind. Die Gäste diskutierten zudem, wie ein eventueller Nazi-Aufmarsch 2013 trotz geringerer bundesweiter Unterstützung verhindert werden könnte. „Der Konsens war: Nazis dürfen am 13. Februar nicht laufen“, so Lang.

Der Bündnissprecher bedankte sich bei der Universitätsleitung, dass die Veranstaltung im Hörsaalzentrum stattfinden konnte. Die Podiumsdiskussion sei friedlich verlaufen, es habe keinerlei Beanstandungen gegeben. In den Tagen vor der Konferenz waren Gerüchte aufgetaucht, dass die TU ihre Räume nicht zur Verfügung stellen wolle. Das Rektorat genehmigte jedoch die Nutzung durch das Bündnis Dresden Nazifrei.

ttr

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