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Bündnis Dresden Nazifrei freut sich über Nominierung für Demokratiepreis – Irritation über Raumnutzung an der TU

Bündnis Dresden Nazifrei freut sich über Nominierung für Demokratiepreis – Irritation über Raumnutzung an der TU

Beim Bündnis Dresden-Nazifrei, das die jährlichen Protesten gegen die Aufmärsche Rechtsextremer rund um den 13. Februar in Dresden organisiert, herrschte am Dienstag große Freude.

Denn die Gruppierung wurde für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert. "Wir freuen uns über die Anerkennung durch die Stiftung und hoffen, dass noch mehr Menschen dadurch auf unsere Arbeit aufmerksam werden", sagte Silvio Lang, Sprecher von Dresden Nazifrei, gegenüber DNN-Online. Zudem darf sich das Bündnis, dessen Aktionen nicht von allen Sachsen positiv bewertet werden, über mindestens 1000 Euro Anerkennung freuen. Als Preisgewinner wären es sogar 5000 Euro.

Anerkennung von den Preisstiftern Amadeu-Antonio-Stiftung, der Freudenberg Stiftung und der Sebastian Cobler Stiftung erhält das Bündnis für die Aktionen, die es seit Jahren gegen Rechtsradikalismus auf die Beine stellt, teilte Ulla Scharfenberg, Sprecherin der Amadeu-Antonio-Stiftung mit. Die Jury, in der neben Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse auch der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee und Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel sitzen, würdigt ebenso den Erfolg des Bündnisses in diesem Jahr, als es gelungen war, den geplanten Naziaufmarsch am 18. Februar komplett zu verhindern.

Am Mittwoch gab es allerdings auch Irritationen. Es waren Gerüchte aufgekommen, dass die TU Dresden wie bereits im vergangenen Jahr über eine Sperrung ihrer Räumlichkeiten nachdachte. Denn Dresden-Nazifrei will am Freitag auf dem TU-Campus mit einer Aktivierungskonferenz auf die Vorbereitungen für den 13. Februar 2013 einstimmen. Wie Ulla Scharfenberg gegenüber DNN-Online mitteilte, habe es Überlegungen gegeben, dem Bündnis den Zugang zur TU aus Angst vor "kriminellen Handlungen“ zu verwehren.

Wie das Bündnis jedoch am Mittwoch mitteilte, ist die Erlaubnis für die Nutzung der Räume für die Aktivierungskonferenz vom Rektorat erteilt worden. Die Nutzung beantragt hat offiziell der Studentenrat der TU (Stura). "Ich vermute, dass die Uni nicht im schlechten Licht dastehen wollte und dem Druck des Stura nachgegeben hat", so Scharfenberg gegenüber DNN-Online. Die Pressestelle der TU Dresden konnte zu dem Vorfall keine näheren Angaben machen. Es habe in der Senatssitzung vom Mittwoch keine diesbezügliche Debatte gegeben.

2011 musste ein geplantes " Blockadetraining" auf dem Gelände der TU abgesagt werden. Damals hatte sich auch die Leitung der Hochschule gegen das Training ausgesprochen, weswegen sich das Bündnis anschließend auf die reine Theorie beschränkte.

In einer ersten Fassung des Textes stand fälschlicherweise, dass die Aktivierungskonferenz von Dresden-Nazifrei am Wochenende komplett auf dem Campus der TU Dresden stattfindet. Richtig ist, dass Dresden-Nazifrei den ersten Teil der Konferenz am Freitag auf dem Campus absolviert. Teil zwei am Sonnabend findet im Volkshaus am Schützenplatz statt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Julia Vollmer / sl

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