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Blüherpark, Beatpol, Elbedüker - Dresden hofft auf 17,5 Millionen Euro für Stadtentwicklung

Blüherpark, Beatpol, Elbedüker - Dresden hofft auf 17,5 Millionen Euro für Stadtentwicklung

Dresden hofft auf 17,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bis zum Jahr 2020. Die Stadt müsste einen Eigenanteil von 4,5 Millionen Euro übernehmen.

Mit dem Geld soll die Entwicklung in drei Stadtteilen gefördert werden, schlägt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) dem Stadtrat vor: Johannstadt/Pirnaische Vorstadt, Südwest/Cottaer Bogen und Nordwest.

Laut Marx hat die Landeshauptstadt bereits in den Förderperioden 2000 bis 2006 und 2007 bis 2013 sehr erfolgreich an dem EU-Programm "Nachhaltige Stadtentwicklung" teilgenommen. Dabei seien 27 Millionen Euro Fördermittel in Stadtteile wie die Leipziger Vorstadt, Friedrichstadt und Nördliche Vorstadt geflossen. Das Geld sei in die kommunale Infrastruktur investiert worden und habe den städtischen Haushalt erheblich entlastet. Die Stadt hat drei Planungsbüros beauftragt, Grobkonzepte für die Entwicklung in den drei vorgeschlagenen Fördergebieten zu erarbeiten. Marx weist darauf hin, dass die Bewerbung um die EU-Mittel eine komplexe und zeitaufwändige Vorbereitung erfordere, die Frist von der Bekanntgabe der Ausschreibung bis zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen aber sehr kurz sei. Deshalb müsse sich die Stadt schon jetzt gründlich vorbereiten.

Für das Fördergebiet Johannstadt/Pirnaische Vorstadt schlagen die Planer als mögliche Maßnahmen unter anderen die Sanierung des Bertolt-Brecht-Gymnasiums, die Aufwertung des Bönischplatzes und des Gebietes Westliches Plattenwerk, aber auch die Gestaltung des Blüherparks Nord vor. So könnte die ehemalige Robotron-Zentralgaststätte auf der Zinzendorfstraße abgerissen werden. Die denkmalgerechte Instandsetzung des Torhauses an der Lingnerallee würde 315 000 Euro kosten, mit Fördermitteln könnten auch die Lingnerallee und die Herkulesallee aufgewertet werden.

Die Planer schlagen auch ein Gründerzentrum für Kleingewerbe und die Kreativwirtschaft am Bönischplatz vor, die EU-Mittel könnten daneben in einen Ersatzneubau für die Kindertagesstätte Blüherstraße, den Johannstädter Kulturtreff oder die Sanierung der Dürerstraße investiert werden. Auch eine Sanierung des Marwa-El-Sherbini-Kultur- und Bildungszentrums steht auf der Liste möglicher Projekte. Acht Millionen Euro sollen in das Stadtgebiet investiert werden.

Im Gebiet Südwest/Cottaer Bogen könnten die EU-Fördermittel für die Gestaltung der Kesselsdorfer Straße inklusive der neuen Zentralhaltestelle verwendet werden. Der Ausbau des Weißeritzgrünzuges zwischen Oederaner und Freiberger Straße, die Gestaltung eines Stadtparks auf dem Annenfriedhof sowie die Sanierung des Kinder- und Jugendhauses T 3 auf der Tharandter Straße stehen ebenso auf der Wunschliste. Daneben werden zahlreiche landschaftsgestalterische Projekte entlang des Cottaer Bogens vorgeschlagen. Schließlich wird auch die Sanierung des "Beatpols" und seines Umfeldes empfohlen. In das Fördergebiet Südwest/Cottaer Bogen sollen nach den Plänen von Marx fünf Millionen Euro fließen.

Wichtigstes Vorhaben im Entwicklungsgebiet Nordwest ist der Lückenschluss zwischen der Fernwärmeversorgung in der Innenstadt und Pieschen. Dafür muss ein sogenannter Düker für eine Fernwärmeleitung unter die Elbe gezogen werden. Daneben regen die Planer eine Verbesserung der kulturellen Nutzung des Areals rund um den Alten Schlachthof an, wollen aber auch den Bereich am Sachsenbad aufwerten. Europäische Mittel sollen aber auch in eine Mobilitätsstation, eine Fahrradparkstation und Busparkplätze am Bahnhof Neustadt fließen. In dieses Stadtviertel will Marx neun Millionen Euro bis 2020 investieren.

Die Stadt hat die Eigenmittel für das Förderprogramm im Haushalt eingeplant. Der Stadtrat soll nun erst einmal Grünes Licht für die Fördergebiete geben und die Grobkonzepte bestätigen, aus denen eine Feinplanung erarbeitet werden soll, mit der sich die Stadt um die EU-Gelder bewerben will.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.05.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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