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Bischof Bohl kritisiert Pegida und beklagt Verwilderung der Sitten

Bischof Bohl kritisiert Pegida und beklagt Verwilderung der Sitten

Sachsens evangelischer Landesbischof Jochen Bohl hat eine Negativentwicklung in der Gesellschaft durch die islamkritische Pegida-Bewegung beklagt. Die, die bei deren „Abendspaziergängen“ gegen „Überfremdung“ demonstrierten, seien inzwischen mitverantwortlich „für eine Verwilderung der Sitten, die Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung begreift“, sagte er am Sonntag beim Gottesdienst zur Frühjahrstagung der Landessynode in der Dresdner Kreuzkirche.

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Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl, predigt in der Kreuzkirche in Dresden.

Quelle: Arno Burgi (Archiv)

Über die Gestaltung der Einwanderung nach Deutschland dürfe und müsse gestritten werden, wie über jede politische Frage. „Aber das hat gewaltfrei und nach demokratischen Regeln zu erfolgen.“  Es werde gefährlich für alle, wenn anderes gewollt werde, das zeige auch der Blick in die Geschichte. „Demokratie ohne Demokraten kann es nicht geben.“ Bohl verwies auf die Übergriffe und Gehässigkeiten auf Fremde und Zugereiste sowie die Anfeindungen von Bürgermeistern und Landräten in inzwischen unerträglichem Ausmaß.

Die Pegida-Kundgebung am 13. April 2015 in Dresden:

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Die Polizei bewachte den Abzug der Teilnehmer. Beide Seiten bedachten sich mit Gesten und Rufen.

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Die ersten Pegida-Teilnehmer erreichen die Flutrinne.

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Das alles sei Ausdruck einer Aggression, die sich gegen das Zusammenleben im demokratischen Rechtsstaat richte. „Es hat sich eine gefährliche Mischung aus geschürten Ängsten, persönlichem Scheitern und des Verdrusses an demokratischen Prozeduren zusammengebraut, die uns nicht ruhig lassen darf“, mahnte er.

dpa

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