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Bauprogramm in Dresden gefordert

Bauprogramm in Dresden gefordert

Die Linken im Stadtrat fordern Geld vom Land Sachsen für ein kommunales Dresdner Wohnungsbauprogramm in den nächsten Jahren. "Dadurch wollen wir verhindern, dass die Mieten in nicht allzu ferner Zukunft explodieren", erklärte am Freitag die Wohnungsmarktexpertin der Fraktion, Kris Kaufmann.

Der Stadtrat behandelt am Donnerstag einen entsprechenden Antrag der Linken, laut dem Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zügig mit der sächsischen Staatsregierung und dem Landtag Gespräche aufnehmen soll, um zu erreichen, dass Dresden als wachsende Stadt mehr Geld als bisher aus dem Wohnraumförderungsfonds des Freistaates erhält.

"Prognosen zufolge wird Dresden bis 2025 noch einmal 27 000 Einwohner mehr haben als heute", sagt Kaufmann. "Aus unserer Sicht ist die Leerstandsquote aktuell beängstigend niedrig, denn sie liegt in Wahrheit schon deutlich unter fünf Prozent. Was das bedeutet, sieht jeder an den stark gestiegenen Mieten. In diese Situation sind wir geraten, weil viele Wohnungen abgerissen und kaum neue gebaut wurden und wenn, dann entstanden fast ausschließlich Eigentumswohnungen."

Mit Blick auf die Zukunft wollen die Linken nun gegensteuern. Nach Angaben von Kris Kaufmann müssten vorerst jährlich 1200 Wohnungen in Dresden neu gebaut werden, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Davon wiederum würden 180 Wohnungen für einkommensschwache Haushalte benötigt. Kaufmanns Wunsch wäre es, dass das Land Sachsen die Kosten für solch ein Wohnungsbauprogramm mit bis zu 20 Prozent subventioniert.

"Dann könnte die Stadt auch wieder stärker als soziales Regulativ fungieren und zum Beispiel festlegen, dass die Mieten nicht einen Wert von 7,50 Euro pro Quadratmeter überschreiten", betont die Linke-Stadträtin. "Unter der momentanen Entwicklung leiden am meisten die so genannten Schwellenhaushalte, die wenig verdienen, aber gleichzeitig zu viel, um Anspruch auf Hartz-IV oder Wohngeld zu haben."

Kaufmann hat derweil schon konkrete Ideen, wo die neuen Wohnungen entstehen könnten. So gebe es zum Beispiel viele freie Flächen auf dem Gelände des alten Kohlebahnhofs hinter der Freiberger Straße und entlang der Reicker Straße in Strehlen. "Letztlich können wir in jedem Stadtteil Lückenschließungen vornehmen. Im gesamten Stadtgebiet gibt es noch 1550 Hektar Brache." Das entspricht dem Zehnfachen der Fläche des Großen Gartens.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.02.2013

Stephan

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