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Bald Obstwein statt Kaffee in der Käseglocke - Dresdner Rösterei muss Postplatz räumen

Bald Obstwein statt Kaffee in der Käseglocke - Dresdner Rösterei muss Postplatz räumen

Die Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei muss ihr Café in der "Käseglocke" am Postplatz räumen. Künftig wird dort statt dessen René Werft aus Großenhain Obstweine, Brot und Käse kredenzen.

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Die Tage des Rösterei-Cafés in der Käseglocke sind gezählt: Künftig werden hier Wein, Käse und Brot gereicht.

Quelle: Christian Juppe

Das hat gestern der Finanzausschuss in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen.

Vorausgegangen war eine teils hitzige Diskussion zwischen den Stadträten über den Sinn und Zweck von Wirtschaftsförderung und Mietmaximierung. Und hinterher gab es lange Gesichter - besonders von Rösterei-Chef Karsten Lehmann, der fest damit gerechnet hatte, das Ruder in letzter Minute herumreißen zu können. "Die Enttäuschung ist groß", murmelte er im Hinausgehen, sichtlich getroffen.

Immerhin wusste er über 3000 Café-Besucher hinter sich, die per Unterschrift für den Verbleib des Rösterei-Cafés in der Käseglocke plädiert hatten. Außerdem hatte Lehmann sein Mietpreis-Angebot an die Stadt noch einmal drastisch nach oben geschraubt, so dass er letztlich sogar der Meistbietende war - was indes alles nichts daran änderte, dass der Finanzausschuss seinem Großenhainer Konkurrenten den Zuschlag gab.

Werft will künftig auf dem Postplatz selbstgebraute Obstweine, gegrillten Käse, Bauernbrot und Schinken verkaufen. Dazu soll es Kaffeevariationen, Crêpes und Bio-Softeis geben. Der 35-jährige Kelterer betreibt unter anderem die Firma "Obstweine24" und hat beispielsweise schon auf Stadt-, Wein- und Weihnachtsfesten in Dresden, Radebeul und Großenhain gastronomische Erfahrungen mit größeren Besucherströmen gesammelt.

Die Käseglocke wiederum gilt inzwischen als Hoffnungsträger für eine Wiederbelebung des betonlastigen Postplatzes: 1927 als Wartehalle für Bus und Bahn gebaut, wurde sie 2013 von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) aufgegeben und danach durch die Stadtverwaltung auf Zeit an Lehmann vermietet, der zuvor im Dresdner Norden eine vielprämierte Kaffeerösterei aufgebaut hatte.

Dem Unternehmer gelang es auch tatsächlich, binnen kurzer Zeit sowohl Lauf- wie auch Stammkundschaft am Postplatz zu gewinnen. Zuletzt hatten in dem Café bis zu neun feste und freie Mitarbeiter eigengerösteten Kaffee sowie Kuchen serviert - sie werden nun entlassen. Das Rösterei-Café wird voraussichtlich binnen einer Woche geräumt.

Werft selbst konnte auf Anfrage noch nicht sagen, wann sein Weinausschank öffnet. "Ich muss erst einen Mietvertrag in der Hand haben, bevor ich loslegen kann", betonte er. Eine künftige Kooperation mit der Kaffeerösterei schloss er nicht aus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2014

Heiko Weckbrodt

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