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Anti-Nazi-Bündnis macht auf Demo gegen Neonaziaufmarsch am 13. Februar aufmerksam

Anti-Nazi-Bündnis macht auf Demo gegen Neonaziaufmarsch am 13. Februar aufmerksam

Das Bündnis „Nazifrei - Dresden stellt sich quer" hat am Donnerstagabend einen so genannten Smartmob auf der Prager Straße veranstaltet, um auf die kommende Neonazidemo am 13. Februar 2011 und dessen Boykottierung aufmerksam zu machen.

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Quelle: Bettina Winkler

Die Mitglieder wollen mit dieser Aktion noch mehr Menschen auf die Straße bringen als im Februar 2010 - da waren es bereits über 10.000, die den Aufmarsch der Rechtsextremen verhindern konnten.

„Wir wollen Gesicht zeigen gegen Nazis. Wir wollen zeigen, dass wir wieder da und mit unserer Arbeit in vollem Gange sind", sagt ein Mitarbeiter des Bündnisses „Nazifrei", der namentlich nicht genannt werden möchte. Auf weißen T-Shirts leuchteten pinke Buchstaben, die zusammen „Dresden Nazifrei!" ergaben. Andere Mitglieder trugen grelle Schilder oder verteilten bunte Flyer an Passanten. Entschlossen schritten die Aktivisten über die Prager Straße um sich einen Weg durch die Einkaufsmeile zu bahnen. Dabei riefen sie immer wieder lautstark „Dresden, Dresden, Nazifrei". Die Strecke führt bis hin zum Hauptbahnhof, dort hallten die Aufrufe ein letztes Mal in den abendlichen Himmel. Am Ende gab es Applaus von umstehenden Fußgängern.

Als Erfolg für Dresden-Nazifrei verbucht der Mitarbeiter den Stopp der rechtsextremen Demo im Februar 2010, die mit Hilfe von weit mehr als 10.000 Menschen am Marschieren gehindert wurde. Die Blockade hatte national wie international Schlagzeilen gesorgt und die Debatte aufgeworfen, ob Blockaden von genehmigten Demonstrationen vertretbar sind. An diesen Erfolg möchte das Bündnis 2011 anknüpfen und noch viel mehr Menschen dazu bringen, sich zu beteiligen, Courage zu zeigen und nicht wegzuschauen.

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Mit Blockaden rund um den Bahnhof Neustadt haben rund 2.000 Gegendemonstranten den geplanten Marsch von Neonazis durch die Elbestadt verhindert.

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„Unser Bündnis erweitert sich stets. Begonnen hatten wir mit einer Aktivierungskonferenz im Oktober in Dresden, beteiligt waren 250 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesland. Im November haben wir ein Infobüro eigens für das Bündnis eingerichtet, dort gibt es Ansprechpartner für alle, die sich über unsere Arbeit informieren oder sich aktiv daran beteiligen wollen."

Die Aktivisten wollen mit dem Smartmob auch auf ihre Konferenz aufmerksam machen, die am Samstag in Dortmund stattfinden soll. Damit zeige sich auch, dass die Bewegung bundesweit aktiv sei. Inhaltlich geht es bei der Tagung um den aktuellen Stand der Mobilisierung in Dresden, die rechtliche Situation bei Blockaden und die komplexe Frage der Bombardierung und des Gedenkens in Dresden.

Bettina Winkler

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