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70,5 Millionen Euro: Umbau des Dresdner Kulturpalastes wird teurer

70,5 Millionen Euro: Umbau des Dresdner Kulturpalastes wird teurer

Die Kosten für den von der Stadt geplanten Umbau des Kulturpalastes sind von 65 Millionen Euro auf rund 70,5 Millionen Euro gestiegen. Das erklärte Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) am Donnerstag.

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Der Konzertsaal im Kulturpalast nach Weinbergkonzeption. Die Visualisierung zeigt den Siegerentwurf der GMP Generalpartner GmbH.

"Wir sind im Grunde genommen im Budget", meinte er. Die Mehrkosten seien durch höhere Baupreise verursacht worden. Der Freistaat Sachsen habe signalisiert, das Vorhaben mit bis zu 35 Millionen Euro zu unterstützen.

Laut Roland Müssig, amtierender Hochbauamtsleiter der Stadt, wird die Stadt bei dem Umbau mehr Gewicht auf den Denkmalschutz legen. So soll die Fassade des Gebäudes weitgehend erhalten bleiben. Auch das Raumkonzept werde nun nicht mehr so gravierend wie ursprünglich geplant verändert. Große Einbußen gibt es aber bei der Besucherkapazität: Statt 2400 fasst der neue Konzertsaal nur noch 1882 Gäste. Bei Konzerten der Unterhaltungsmusik sinkt diese Zahl sogar auf 1640 bis 1428. Der Kulturpalast soll von 2013 bis 2015 umgebaut werden. Neben einem modernen Konzertsaal sollen das Kabarett "Herkuleskeule" und die städtische Bibliothek in dem Gebäude untergebracht werden.

Architekt Wolfgang Hänsch, der den 1969 eingeweihten Kulturpalast entworfen hatte, kritisierte: "Der Kulturpalast ist ein multifunktional nutzbares Gebäude der Nachkriegsmoderne und sollte in dieser Form auch erhalten werden. Mit den durch die Stadt vorgestellten Planungen bin ich absolut nicht einverstanden." Häntsch hat Klage gegen die Umbaupläne vor dem Landgericht Leipzig eingereicht, weil er sein Urheberrecht dadurch verletzt sieht. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. "Die Anwälte tauschen noch die Argumente aus", erklärte Kul- turbürgermeister Ralf Lunau (parteilos).

Kritik kam auch von der Stadtratsfraktion der Linken. Die Kosten für den Umbau seien zu niedrig angesetzt gewesen. Zudem sei "der Gipfel noch nicht erreicht", hieß es in einer Mit- teilung der Fraktion. Ähnliche Bedenken äußerte die SPD. "Wir befürchten eine erhebliche Belastung des Stadthaushaltes", erklärte deren kulturpolitischer Sprecher Wilm Heinrich.

tha/chs

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