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4,5 Prozent Motivationszulage für Rathaus-Mitarbeiter

Stress mit Asyl-Bearbeitung: 4,5 Prozent Motivationszulage für Rathaus-Mitarbeiter

Das Rathaus will Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unmittelbar mit Aufgaben der Leistungsgewährung für Asylbewerber befasst sind, eine Zulage von 4,5 Prozent des Bruttogehalts zahlen. Dabei handelt es sich vor allem um Angestellte des Sozialamts und des Jugendamts, aber auch des Gesundheitsamtes.

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Quelle: Landeshauptstadt Dresden / Hans-Gerd Bosse

Dresden.  Das Rathaus will Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die unmittelbar mit Aufgaben der Leistungsgewährung für Asylbewerber befasst sind, eine Zulage von 4,5 Prozent des Bruttogehalts zahlen. Dabei handelt es sich vor allem um Angestellte des Sozialamts und des Jugendamts, aber auch des Gesundheitsamtes. Die Zulage soll rückwirkend ab August 2015 gewährt werden. „Die Arbeitsbelastung in diesen Bereichen ist mit der Zunahme der Asylbewerberzahlen stark gewachsen. Die Aufgabenbereiche haben sich immer mehr vergrößert“, erklärte Personalbürgermeister Peter Lames (SPD) auf Anfrage der DNN.

Die Zulage solle zeigen, dass sich die Rathausspitze darüber im Klaren sei, welche hohen Anforderungen an die Beschäftigten gerichtet würden. Das zusätzliche Geld soll bis zum 31. Dezember 2016 gezahlt werden. „Wir wollen einer Sondersituation Rechnung tragen und sind froh darüber, dass der Personalrat den Plänen zugestimmt hat“, so Lames. Eine Meinungsverschiedenheit gebe es aber noch: Der Personalrat habe sich einen monatlichen Pauschalbetrag für alle Beschäftigten statt einer prozentualen Zulage zum Gehalt gewünscht.

„Wir haben uns darauf verständigen, dass wir das Problem dem Finanzausschuss des Stadtrats vortragen, der die Entscheidung treffen wird“, so Lames. Er rechnet mit Kosten von rund einer halben Million Euro, die mit der Zulage auf die Stadt zukommen würden. „Wir sind uns auch bewusst, dass in anderen Bereichen der Verwaltung außergewöhnliche Belastungen anfallen“, erklärte der Personalbürgermeister. Es werde keine vollkommene Gerechtigkeit geben können. „Aber die Alternative wäre, gar nichts zu tun.“

Im Mai soll der Finanzausschuss über die Zulage entscheiden, nachdem eine entsprechende Vorlage vor wenigen Tagen den Ältestenrat passiert hat. Lames kündigte weitere personalpolitische Schritte im Rathaus an. So soll es eine überlappende Besetzung von Stellen geben, damit Mitarbeiter, bevor sie in den Ruhestand treten, ihre Nachfolger noch einarbeiten könnten. Lames strebt eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement und Teambildungsmaßnahmen an, die Unterstützung von Fortbildungen soll verbessert werden. Auch die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz soll im Sinne der Mitarbeiter geregelt werden.

„Ohne eine bessere räumliche Unterbringung der Beschäftigten wird es nicht gehen“, weiß der Personalbürgermeister, der langfristig einen Verwaltungsneubau auf dem Ferdinandplatz plant. „Daran führt kein vernünftiger Weg vorbei. Es laufen Gespräche und Abstimmungen, wir arbeiten entschlossen an diesen Plänen“, kündigte Lames an. Ohne nachhaltige Lösung, sprich neues Technisches Rathaus, laufe die Stadt Gefahr, jahrzehntelang Stückwerk in Form zahlreicher dezentraler Mietobjekte zu produzieren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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