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17. Juni in Dresden: Stadt will sich deutlich von Nazis abgrenzen

17. Juni in Dresden: Stadt will sich deutlich von Nazis abgrenzen

Nach heftiger Kritik aus dem Vorjahr möchte sich die Stadt bei den Gedenkveranstaltungen zum 17. Juni in Dresden deutlich von den Rechtsextremen abgrenzen. Es werde eine klare inhaltliche Distanzierung geben, kündigte Stadtsprecher Kai Schulz gegenüber DNN-Online an.

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Am 17. Juni 2011 hatten Rechte auf dem Postplatz eine Kundgebung abgehalten.

Quelle: Jan Peter

Alle Dresdner sind ab 9.30 Uhr zu der Veranstaltung am Gedenkort Panzerkette T 34 auf dem Postplatz eingeladen. Hier erinnern Vertreter aus Verwaltung und Politik gemeinsam mit Bügern an den Jahrestag des Volksaufstandes am 17. Juni 1953.

2011 hatte es heftige Kritik am Verhalten der Stadt gegeben. Die Verwaltung hätte zugelassen, dass die Rechtsextremen das Gedenken für ihre Zwecke vereinnahmen. Auch in diesem Jahr ruft ein von NPD und freien Nationalisten getragenes Bündnis zu einer Veranstaltung am Postplatz auf.

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Zuvor hatte am frühen Nachmittag die Stadt Dresden Kränze am Mahnmal niedergelegt. Rechtsextreme legten bei dieser Veranstaltung ebenfalls einen Kranz nieder.

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Ein Ausschließen der Rechtsextremen sei leider nicht möglich, sagt Kai Schulz. Es handele sich um eine offene Veranstaltung, bei der die Stadt nicht jeden auf seine Gesinnung überprüfen könne. Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU), der für die Stadt sprechen wird, werde aber in seiner Ansprache klar Stellung gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen beziehen.

Vorab rief er alle Dresdnner auf, am 17. Juni zur Gedenkfeier zu kommen. „Wenn das Datum in den letzten Jahren von rechtsgerichteten Kräften missbraucht wird, so sollte uns das alle hellhörig machen. Wir lassen diesen Missbrauch nicht zu! Denn Dresden eignet sich nicht als Aufmarschplatz für Extremisten – nicht im Februar, nicht im Juni und auch zu keinem sonstigen Zeitpunkt. Dresden ist ein Ort, an dem Geschichte in ihren historischen Zusammenhängen lebendig gehalten wird und an dem die Bürgerschaft engagiert für demokratische Werte eintritt und das an jedem Tag im Jahr", so die Mitteilung der Stadt am Donnerstag.

Der Schauspieler Martin Sommer liest an dem Tag Zeitzeugenberichte aus „17. Juni 1953 – Ein Lesebuch“ vor. Für die musikalische feierliche Umrahmung sorgen Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Schütz-Konservatoriums. Im Rahmen der protokollarischen Veranstaltung ist das Niederlegen von offiziellen Gebinden nicht vorgesehen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Gegen den Nazi-Aufmarsch hat auch ein Bündnis linker Parteien, Gruppen und Initiativen sowie der Gewerkschaft Verdi zum Protest aufgerufen. „Was alljährlich im Februar gilt, muss auch im Juni gelten: Den Nazis keinen Meter!“, heißt es in einer Mitteilung. Im Vorjahr hatten nach Polizeiangaben rund 200 Menschen am Postplatz gegen eine Kundgebung von etwa 200 Rechtsextremen protestiert. Das Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Gruppen war zuvor vom Albertplatz über die Augustusbrücke zum Postplatz gezogen.

sl/dbr

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