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12,8 Millionen an Dresdner Jugendvereine verteilt

12,8 Millionen an Dresdner Jugendvereine verteilt

Geld macht friedlich: Weil der Stadtrat kürzlich einen Nachschlag für die Jugendhilfe genehmigt hat, muss nun doch kein Jugendclub oder Spielplatz schließen. Und damit blieben gestern Abend auch die ursprünglich erwarteten erbitterten Gräbenkämpfe bei der Verteilung der Mittel im Jugendhilfeausschuss aus.

Insgesamt fließen demnach in diesem Jahr rund 12,8 Millionen Euro in die Jugendhilfe, also knapp 1,1 Millionen Euro mehr als zunächst vorgesehen. Davon steuert das Land rund 1,5 Millionen Euro bei.

Allerdings musste der Ausschuss in der selben Sitzung neue Geldquellen anbohren. Denn die akuten Erziehungshilfe-Ausgaben für Problem-Jugendliche und -familien schießen weiter durch die Decke. Sie stiegen im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 44,5 Millionen Euro. Wegen steigender Fallzahlen musste der Ausschuss nun weitere 570000 Euro nachschießen.

Für die prophylaktische Jugendhilfe hat sich hingegen die Situation entspannt: Durch den Millionen-Zuschlag aus der Rathauskasse werde im Wesentlichen der status quo in der Jugendhilfe-Landschaft für dieses Jahr beibehalten, argumentierte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos). Außerdem bekommen die Jugendhelfer nun ihre tariflichen Lohnerhöhungen. Des weiteren fließen 200000 Euro in schon lange ausstehende Bauarbeiten der Jugendhäuser.

Noch im Dezember hatte es so ausgesehen, als ob Seidel den Spar-Rasenmäher anwerfen werde. Angebote wie der Waldspielplatz im Albertpark, das Jugendhaus "Game" in Prohlis, das "East End" in Seidnitz und andere sollten entweder schließen oder auf einen Minimalkern reduziert werden. Durch den im Januar vorgelegten - und letztlich im Rat beschlossenen - Gegenentwurf der Haushaltskoalition aus CDU. Grünen und SPD kam jedoch "mehr Geld ins System", wie Seidel es ausdrückte, in Summe handelte es sich bei der Jugendhilfe um insgesamt 2,1 Millionen Euro für die Jahre 2013 und 2014.

Obwohl dadurch erst mal Zündstoff entschärft wurde, blieb und bleibt freilich Diskussionsbedarf. Denn die Jugendhelfer hatten eigentlich deutlich mehr - nämlich über 14 Millionen Euro - Finanzbedarf für das Jahr 2013 angemeldet. Ihr Argument: Jeder Euro, den man an der vorbeugenden Jugendhilfe spare, führe letztlich zu mehrfachen Ausgaben in der akuten Erziehungshilfe - die dann ansetzt, wenn das Kind schon in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen ist. Und diese Kosten steigen und steigen, wie bereits erwähnt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.02.2013

Heiko Weckbrodt

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