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Ausgetanzt! Die Polizei hat bereits vor Wochenfrist vier junge Männer gefasst, die die Beamten zu den so genannten "tanzenden Dieben" zählen. Die Verdächtigen wurden in der Nacht zum 9. November geschnappt.

Mit Hilfe von Zivilfahndern kamen die Ermittler dem Quartett auf die Spur, an der Königsbrücker Straße wurden sie schließlich gegriffen.

Rückblende: Im Frühjahr 2012 wurden zum ersten Mal "tanzende Diebe" in der Dresdner Neustadt gesehen. Dabei handelt es sich um Täter, die sich als freundliche Tänzer ausgeben und die gute Laune verbreiten wollen. Sie tanzen ihre Opfer an, zumeist handeln sie in Gruppen. Bei diesen Tänzen greifen sie sich Wertsachen ihrer Opfer, häufig Handys oder Geldbörsen, und reichen sie untereinander so schnell weiter, dass keine Chance besteht, den Täter auszumachen. "Mit diesem Trick zielen sie insbesondere auf angetrunkene oder feiernde Menschen ab", erklärte am gestrigen Freitag Polizeisprecher Thomas Geithner die Masche der Täter.

Genau so gingen auch die jungen Männer vor, die die Polizei in der Nacht zum vergangenen Sonnabend gegriffen hat. Allerdings gerieten sie an die Falschen, die "tanzenden Diebe" tanzten ausgerechnet Zivilfahnder an. Die Ermittler waren unterwegs, um genau solche Täter ausfindig zu machen. Auf der Bautzner Straße begegneten sie zwei verdächtigen Männern, kurz darauf wurden sie von genau diesen Männern angetanzt. Später, vor der Diskothek "Downtown" an der Katharinenstraße, gesellten sich zu den zwei Männern weitere Verdächtige hinzu, so die Polizei. Sieben junge Männer tanzten schließlich Besucher vor der Diskothek an und berührten ihre unfreiwilligen Mittänzer dabei auch. Dann zog die Gruppe weiter zur Königsbrücker Straße und nahm dort einen einzelnen Passanten ins Visier. Als ein Streifenwagen vorbei fuhr, rannten die Verdächtigen auseinander.

Vier von ihnen konnte die Polizei stellen. Eine Kontrolle ergab, dass sie einem 25-Jährigen das Portmonee gestohlen hatten. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um Männer im alter von 23, 30, 31 und 34 Jahren. Zur Identität der Täter machten die Ermittler erstmals keine weiteren Angaben. Wie in allen vorangegangenen Fällen handelt es sich aber wieder um Kriminelle, die aus dem Ausland stammen. Die Polizei berichtete zuletzt zumeist von Männern mit südländischem Aussehen, mehrere im vergangenen Jahr gefasste Täter stammten aus Nordafrika.

Die Kripo prüft jetzt, ob die Gefassten für weitere Taten verantwortlich sind.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.11.2013

Christoph Springer

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