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Zwei Messerattacken in Dresden - Täter und Opfer kannten sich laut Augenzeuge

Zwei Messerattacken in Dresden - Täter und Opfer kannten sich laut Augenzeuge

Der 27-Jährige, der in der Nacht zum Dienstag in der Neustadt einen elf Jahre älteren Türken mit einem Messer schwer verletzt hat, hat am gleichen Abend wahrscheinlich auch einen Iraker in der Johannstadt angegriffen.

Die Polizei teilte gestern mit, etwa eine Viertelstunde vor Mitternacht sei ein 32-Jähriger in seiner Wohnung an der Blasewitzer Straße (Johannstadt) von einem Mann angegriffen und schwer verletzt worden.

Unmittelbar nachdem er seine Wohnungstür geöffnet hatte, sei der Iraker von dem Täter attackiert worden, berichteten die Ermittler. Zur Behandlung seiner Stichverletzungen musste der Mann ins Krankenhaus gebracht werden. Der Angreifer flüchtete unterdessen. „Die drei Männer kannten sich“, sagte gestern ein Neustädter Lokalbesitzer, der seinen Namen im Zusammenhang mit der Messerstecherei nicht in der Zeitung lesen will. Der 27-Jährige, der am Dienstagabend wegen der Attacke auf der Louisenstraße ins Gefängnis musste, sei eigentlich „ein ganz ruhiger Mann“ gewesen, berichtete der Türke, der das Geschehen auf der Louisenstraße nicht selbst gesehen hat, aber unmittelbar danach zur Stelle war.

Aus dem Shisha-Cafe „Efes“ hieß es, die Messerstecherei habe sich in der Nachbarschaft ungefähr vor dem Haus Louisenstraße 29 abgespielt, dort seien dabei auch Scheiben zu Bruch gegangen. „Dann kam der Verletzte ins Efes, da wurde ihm geholfen“, berichtete ein Augenzeuge. Drei Frauen hätten dann die Polizei gerufen. Die Hintergründe der Auseinandersetzung, die zu der Messerstecherei führte, kennt auch der türkische Gaststättenbesitzer nicht. „Es ging aber nicht um Frauen“, ist er sich sicher. Es könnten aber Drogen im Spiel gewesen sein.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Jan Hille und die Polizei erklärten gestern unisono, ein Zusammenhang zwischen den Taten in der Neustadt und in der Johannstadt werde geprüft. Dass der verletzte Iraker seinen Angreifer kannte und beim Namen nennen konnte, wie es der Neustädter Lokalbetreiber sagte, bestätigten sie nicht. Laut Polizei spielten sich die Taten etwa binnen einer Viertelstunde ab. Die Attacke in der Neustadt fand demnach etwa um 23.30 Uhr statt, der Täter flüchtete mit einem Auto. Der Iraker in der Johannstadt wurde nach Angaben der Ermittler etwa um 23.45 Uhr angegriffen. Der Verdächtige, der am Dienstag gegen 4.30 Uhr von der Bundespolizei gestellt wurde, äußert sich nicht zu den Vorwürfen, sagte Staatsanwalt Jan Hille.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.02.2012.

cs

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