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Zwei Männer wegen schwerem Raub und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht

Zwei Männer wegen schwerem Raub und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht

und Michael G. sind keine Kinder von Traurigkeit - ihre Strafregister sind prall gefüllt, da hatte die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand einiges zu verlesen. Seit Montag sitzt das Duo wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank des Landgerichts.

Dresden. Nicodemo R. und Michael G. sind keine Kinder von Traurigkeit - ihre Strafregister sind prall gefüllt, da hatte die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand einiges zu verlesen. Seit gestern sitzt das Duo wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank des Landgerichts. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, gemeinsam mit Phillip P., gegen den gesondert verhandelt wird, am 8. Juli dieses Jahres Sebastian S. in seiner Wohnung auf der Gubener Straße verprügelt und dann beraubt zu haben. Sie klingelten an der Tür, und als Sebastian S. öffnete, wurde er sofort attackiert. Nicodemo R. soll, so die Anklage, mit einer um die Hand gewickelten Fahrradkette nebst Schloss auf ihn eingeschlagen haben, die anderen mit einem Teleskopschlagstock und einem Staubsaugerrohr. Dann sei die Wohnung durchsucht worden und das Trio mit der Brieftasche des Opfers, seinem Handy und technischen Geräten verschwunden.

Grund für den Überfall war eine Frau, besser gesagt die Ex von Nicodemo R., die auch Michael G. bekannt war. Die Frau hatte von Sebastian S., obwohl sie den Mann nicht kannte, per SMS ziemlich unmoralische Fotos und Angebote erhalten. Die Angeklagten hatten Wind davon bekommen und wollten den Mann zur Rede stellen. Das gaben beide gestern auch mehr oder weniger zu. Dann schoben sie sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

"Er hat gesagt, dass wir die Wohnung durchsuchen und die Sachen mitnehmen sollen", beschuldigte Michael G. den Mitangeklagten. Er habe auch nicht geschlagen, sondern sei über die Gewalt von Nicodemo R. perplex gewesen. Der wies dies zurück. Sie hätten den Mann verprügelt, aber von der Tasche und den geraubten Dingen habe er nichts gewusst, das seien die anderen gewesen. "Ich habe das Gefühl, da ist etwas im Busch, man will mir eine reindrücken", beklagte er sich.

Sebastian S. hätte die Sache aufklären können, nur erschien er nicht zur Verhandlung. Er ist verschwunden, man munkelt da über Drogengeschäfte. ml

Monika Löffler

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