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Zeltlager in Dresden: Auseinandersetzung mit 100 Beteiligten

Zeltlager in Dresden: Auseinandersetzung mit 100 Beteiligten

Im Dresdner Zeltlager an der Bremer Straße im Stadtteil Friedrichstadt ist es am Samstagmittag zu einer Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern gekommen.

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Quelle: DNN

Der Konflikt sei gegen 12.10 Uhr zwischen Asylsuchenden unterschiedlicher Nationalitäten ausgebrochen, so die Polizei. Augenzeugen berichteten von heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen.

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In diesem Komplex aus einer DDR- und einer modernen Sporthalle werden die Asylsuchenden vorübergehend untergebracht.

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Insgesamt haben sich nach ersten Erkenntnissen rund 100 Bewohner aus Syrien und Afghanistan an der Schlägerei beteiligt. Die Polizei rückte mit 14 Streifenwagen und zwei Zügen der Bereitschaftspolizei an. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Nach Angaben der Beamten war der Schlägerei eine verbale Auseinandersetzung vorausgegangen.

Der Auslöser dafür ist noch unklar. „Männer und Frauen gingen mit allem, was greifbar war, aufeinander los - von der Zaunlatte bis zum Bettgestell“, sagte ein Behördensprecher. Sieben Männer und eine Frau seien dabei verletzt worden. Rund 80 Polizisten sollen zur Sicherheit vorläufig in dem Zeltlager bleiben.

Am Vormittag hatten auch Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) und mehrere Landtagsabgeordnete das Lager besucht und die Zustände dort heftig kritisiert. Zu Zeitpunkt der Schlägerei sollen sie sich aber nicht mehr vor Ort aufgehalten haben. In den Zelten campieren seit einer Woche rund 1000 Asylbewerber.

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Eindrücke von der Zeltstadt für Flüchtlinge an der Bremer Straße in Dresden.

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Zeltlager sind nach Ansicht von Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) keine geeignete Form der Flüchtlingsunterkunft. Die Asylsuchenden, darunter viele Familien und Kinder, in Zelten unterzubringen, „kann und darf kein Dauerzustand sein“, sagte die Ministerin. Die Wohn- und Lebensumstände für die seit einer Woche dort lebenden rund 1000 Menschen bezeichnete die SPD-Politikerin als „einfach, sehr einfach“. Sie dankte allen Mitarbeitern von DRK und THW sowie anderen Helfern, die sich dort engagierten. Zugleich versprach Köpping, den Alltag in dem Zeltlager zu verbessern und freundlicher zu gestalten.

Das Netzwerk „Dresden für Alle“ indes bietet dem Sächsischen Staatsministerium des Innern, der Landesdirektion Sachsen, der Landeshauptstadt Dresden und dem DRK Sachsen Gespräche über Möglichkeiten der Kooperation an. „Die Zuspitzung der Lage und der daraus folgende polizeiliche Einsatz innerhalb des Zeltlagers machen uns betroffen, haben uns jedoch nicht überrascht. Bereits seit einigen Tagen haben wir mehrfach auf die Gefahr einer Eskalation hingewiesen“ erklärt Eric Hattke, Sprecher des Netzwerks „Dresden für Alle“.

"Nach Aussagen von geflüchteten Menschen innerhalb des Zeltlagers können die Zustände im Lager weiterhin nur als katastrophal bezeichnet werden. Die Grundversorgung der geflüchteten Menschen ist nicht gewährleistet. Viele haben weiterhin keine Schuhe und vernünftige Kleidung und verwenden ihr Taschengeld nun, um sich in nahegelegenen Supermärkten mit Essen zu versorgen. Die Nerven liegen blank, auch weil viele geflüchtete Menschen nicht wissen, was mit ihnen passiert.  Auf kulturelle Unterschiede wird im Lager kaum Rücksicht genommen" so Hattke zur derzeitigen Situation vor Ort.

Die vom Netzwerk „Dresden für Alle“ vermittelten Übersetzer sowie die vor Ort befindlichen Helfer des Ausländerrats Dresden e.V. hätten wesentlich zur Deeskalation im Zeltlager beigetragen. Seit einigen Tagen dürften diese jedoch nicht mehr auf akute Bedürfnisse und Situationen im Zeltlager reagieren. "Wir sind zur Kooperation bereit, und unterbreiten dem SMI, der Landesdirektion, der Landeshauptstadt Dresden und dem DRK ein Gesprächsangebot", so Hattke.

DNN

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