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Wegen Pegida: Dresdner Polizeichef warnt vor polizeilichem Notstand

Wegen Pegida: Dresdner Polizeichef warnt vor polizeilichem Notstand

Dresdens Polizeichef Dieter Kroll sieht die Situation rund um die wöchentlichen Pegida-Aufmärsche in Dresden kurz vor dem polizeilichen Notstand.

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Ein Pegida-Teilnehmer droht am 12. Janaur Gegendemonstranten und Polizei.

Quelle: Stephan Lohse

Wie Kroll am Donnerstag dem Innenausschuss des sächsischen Landtages berichtete, werde der Pegida-Aufzug immer unberechenbarer, teilte der Grünen-Innenpolitiker Valentin Lippmann gegenüber DNN-Online mit. Die Polizeidirektion wollte sich zu dem Thema auf DNN-Anfrage nicht näher äußern, teilte am Nachmittag jedoch mit, dass "ihr Einsatz an rechtliche, tatsächliche und an Personalressourcen gebundene Grenzen stößt".

Die Kombination aus den ständigen Einsätzen und den immer weiter ansteigenden Teilnehmerzahlen mache die Lage für die Polizei immer schwerer beherrschbar, hatte Kroll den Landtagsabgeordneten mitgeteilt. Zudem kommen mit der Dynamo-Rückrunde und dem 13. Februar in den kommenden Wochen weitere Großveranstaltungen hinzu, die die Polizei auf Trab halten.

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Pegida und die Gegenproteste und Aktionen am 12. Januar 2015 in Dresden

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Weiterhin, so berichtet Lippmann, stehen den Beamten immer mehr gewaltbereite Pegida-Teilnehmer gegenüber. Denn zur Masse der Demo-Teilnehmer gehörten auch rund 500 bis 700 Menschen mit Gewaltpotenzial, habe Kroll ausgeführt. Wie die Polizei am Nachmittag aber klärend mitteilte, hätten sich Aggressivität und Gewaltpotenzial auf beiden Seiten der Demos entwickelt.

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Schon am 8. Dezember hatten Teilnehmer der Pegida-Kundgebung anschließend Teilnehmer der Gegendemo attackiert.

Quelle: DNNOnline

Am 5. Januar','http://www.dnn-online.de/dresden/web/dresden-nachrichten/detail/-/specific/Erneut-Tausende-bei-Pegida-Demo-in-Dresden-1083916491|0|0||N','_blank',''); hatte die Polizei nur mit Mühe und Not verhindern können, dass rund 200 Hooligans aus dem Pegida-Zug in Richtung Innenstadt durchbrechen konnten. Auch am vergangenen Montag gab es am Dr.-Külz-Ring zahlreiche Pegida-Teilnehmer, die versuchten, zu einer gleichzeitigen Sitzblockade von Gegendemonstranten durchzubrechen. Die Polizei war mit mehr als 1600 Beamten im Einsatz und Pegida- und Gegendemonstranten zu trennen.

Für Montagabend hat Pegida bereits die nächste Demo angekündigt. Auch die Gegendemonstranten machen wieder mobil: Ab 20 Uhr lädt das Bündnis „Dresden für alle“ zum 3. Neujahrsputz auf den Postplatz ein.

Hinweis: Nach Veröffentlichung der ersten Fassung dieses Artikels äußerte sich die Dresdner Polizei doch noch. Die Äußerungen der Polizei sind in der aktuellen Fassung berücksichtigt.

sl

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