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Vom Lenker bis zum Navi auf Bestellung geklaut: Dresdner Polizei jagt Ersatzteil-Diebe

Vom Lenker bis zum Navi auf Bestellung geklaut: Dresdner Polizei jagt Ersatzteil-Diebe

Kein Auto ist sicher in Dresden. Denn seit einer reichlichen Woche treiben Diebe ihr Unwesen, die offenbar auf Bestellung klauen. Besonders sind dabei Karossen aus München gefährdet.

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Quelle: Montage Eylert

Bei 24 Teilediebstählen aus Autos, die die Polizei dieser neuen Serie zurechnet, hatten es die Täter in 20 Fällen auf BMWs abgesehen. Die Höhe des Gesamtschadens ist der Polizei noch nicht bekannt.

„Das ist ein neues Phänomen“, ordnete Polizeisprecher Marko Laske am Dienstag die neue Serie ein. Alle 24 Fälle werden von der sechsköpfigen Ermittlungsgruppe „Diebstahl in/aus Kfz“ bearbeitet, so der Polizeisprecher weiter. Aus ihren Erfahrungen schlussfolgerten diese Kollegen, dass es sich bei den Tätern wahrscheinlich um Osteuropäer handelt, die die geklauten Autoteile weiterverkaufen, damit sie bei Reparaturen anderer Autos in Osteuropa genutzt werden können.

Die Serie startete am 18. November in Klotzsche. In der Nacht zum Buß- und Bettag, dem 19. November, vergriffen sich Langfinger an acht Autos der Marke BMW. Drei davon standen auf kleineren Straßen in Klotzsche, fünf in Loschwitz und auf dem Weißen Hirsch ( siehe Karte). In sieben Fällen hatten es die Täter auf die kombinierten Radio-Navigationsgeräte abgesehen. Außerdem demontierten sie Lenkräder und Airbags.

Weiter ging es in der darauffolgenden Nacht in Loschwitz und Bühlau sowie in Gittersee, Coschütz, der Johannstadt und Mickten. In dieser Nacht vergriffen sich die Täter auch an vier Autos anderer Marken: einem Mercedes und drei Mazda. Und wieder an fünf BMWs. Parallel zu Attacken gegen drei Autos der Bayern-Marke in Klotzsche und Cossebaude erreichte die Serie schließlich am Wochenende ihren Höhepunkt.

Zwischen Freitag- und Montagmittag haben sich Langfinger auf dem Gelände eines BMW-Autohauses an der Hamburger Straße zu schaffen gemacht. Sie schlugen die Scheiben an vier BMWs ein und erbeuteten schließlich aus einem der Autos die Radio-Navi-Kombination und den Fahrerairbag.

„Bisher haben wir noch keine Hinweise zu Verdächtigen bekommen“, sagte Laske gestern. Die Beamten haben auch noch keine heiße Spur, sie müssen derzeit auf Kommissar Zufall setzen.

„Das gab es seit langer Zeit nicht mehr“, ordnete der Polizeisprecher die neue Serie ein. Früher seien vor allem Autoradios und Airbags aus Pkws geklaut worden. „Das ist eine hochspezialisierte Tätergruppe, die die Teile fachgerecht ausbauen kann, ohne sie zu beschädigten“, sagt Laske. Und: „Wir müssen unterstellen, dass es weitere Taten geben wird.“ Die Polizei lässt nicht locker und setzt bei der Suche nach den Tätern weiter auch auf die Öffentlichkeit. Hinweise zu Verdächtigen sollten so schnell wie möglich an die Beamten weitergegeben werden. Dafür ist die Dresdner Rufnummer 4 83 22 33 geschaltet.

Christoph Springer

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