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Verletzte in Dresdner Diskothek „Musikpark“ – Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Körperverletzung

Verletzte in Dresdner Diskothek „Musikpark“ – Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Körperverletzung

Mehrere Besucher der Dresdner Diskothek „Musikpark“ am Wiener Platz haben in der Nacht von Freitag zu Samstag über gesundheitliche Beschwerden geklagt.

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Mindestens sieben "Musikpark"-Besucher mussten in der Nacht zu Sonnabend ärztlich versorgt werden.

Quelle: Tanja Tröger

Weil sich die Fälle von Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen häuften, informierten die Diskobetreiber gegen 1.15 Uhr den Rettungsdienst, der sich anschließend um sieben kranke Gäste kümmerte. Die drei Frauen und vier Männer wurden in Dresdner Krankenhäuser gebracht, sind aber laut Polizeiangaben inzwischen alle wieder entlassen worden.

Wahrscheinlich waren noch weitere Besucher betroffen, die sich jedoch nicht bei den Betreibern gemeldet haben, vermutet „Musikpark“-Sprecher Peter Dyroff. Bis Sonntagmittag haben sich laut Polizei noch weitere zwei Geschädigte gemeldet.

Was die Beschwerden tatsächlich ausgelöst hat, sei bislang nicht klar, sagte ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. Lediglich eine gesundheitsschädliche Verschmutzung der Raumluft könne ausgeschlossen werden – die Feuerwehr hatte vor Ort sofort entsprechende Schadstoffmessungen durchgeführt. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung.

K.o.-Tropfen als Auslöser?

Die „Musikpark“-Betreiber vermuten, dass sogenannte K.o.-Tropfen im Spiel waren, schreiben sie in einer am Sonnabend veröffentlichten Erklärung. Die Symptome, vor allem der Gedächtnisverlust der betroffenen Gäste, deuteten auf hin, so Dyroff. Ob das tatsächlich stimmt, ist jedoch noch nicht erwiesen. Zunächst müssen die Untersuchungsergebnisse aus dem Labor abgewartet werden.

Polizei und Diskobetreiber brachen die Veranstaltung um 3.15 Uhr ab. Die Beamten durchsuchten alle noch anwesenden Gäste und die „Musikpark“-Räume. Auch die Aufnahmen der Überwachungskameras werden ausgewertet.

„Leider ist das nicht der erste Anschlag dieser Art in Dresden. Nachdem andere Clubs bereits darunter leiden mussten, hat es diesmal den Musikpark getroffen. Wir können nicht verstehen, was Täter antreibt, Unschuldige wie in diesem Fall geschehen zu schädigen“, teilte „Musikpark“-Geschäftsführer Patrick Geis mit.

Die Diskothek ruft daher alle Gäste auf, zukünftig besser auf ihre Getränke achtzugeben und sie nicht unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls und Überführung der Täter beitragen, setzt der Musikpark eine Belohnung von 500 Euro aus.

ttr

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